Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts versorgt uns Madeleine Pyk mit ihren naiven, farbenfrohen und fantasievollen Bilder von Landschaften, Tieren, Menschen und Stadtansichten. Anlässlich ihres 90. Geburtstags zeigt Bukowskis die Ausstellung „Do not vergessen to Remember“, in der erstmals mehr als hundert Werke von Pyk ausgestellt werden.

Madeleine Pyk wurde am 24. Februar 1934 in Stockholm geboren und wuchs auf Södermalm mit Blick auf Slussen (die Schleuse, die den Mälarsee mit der Ostsee verbindet) auf. Dort saß sie am Fenster und schaute auf das Wasser und beobachtete die Menschen rund um den Personenaufzug Katarinahissen. Die Sommer verbrachte Familie Pyk auf Värmdö außerhalb von Stockholm, wo Madeleine von Tieren und Natur umgeben war, was später für ihr künstlerisches Schaffen von großer Bedeutung sein sollte.
Auch das Reisen wurde zu einem wichtigen Teil von Madeleine Pyks Leben. Als junge Frau verbrachte sie die Sommer in Rom und 25 Jahre lang war es Nizza, das in den Wintermonaten für sie und ihre Lebenspartnerin Kri Bohm zum Zuhause wurde. Frankreich hat in Pyks künstlerischem Schaffen eine wichtige Rolle gespielt und die französischen Einflüsse sind in ihrer Arbeit deutlich zu erkennen. Aber auch Studienreisen nach Brasilien und in Länder Afrikas inspirierten ihre Bildsprache, und exotische, orientalische Motive sind keine Seltenheit.
Lesen Sie auch: 8 Künstler, die sich von Südfrankreich inspirieren ließen

1956 debütierte Pyk mit einer Ausstellung im Lilla Paviljongen in Stockholm und schloss sie ihr Studium an der Konstfackskolan ab. Später (1963-67) folgte ein Studium an der Königlichen Kunsthochschule.
1972 wurde sie vom Leiter des Kulturressorts beim Svenska Dagbladet, Stig Johansson, zur „fleißigsten Malerin Schwedens“ gekürt und ist heute eine der beliebtesten Künstlerinnen ihres Heimatlandes. Ihre Werke befinden sich in Museen überall in Schweden: im Moderna Museet in Stockholm, in den Sammlungen der Stadt Stockholm, im Norrköping Museum, im Västerås Museum, in den Sammlungen der Stadt Västerås, im Umeå Museum und im Östersunds Museum. Auch international fanden zahlreiche Einzelausstellungen statt, wie etwa in Amsterdam, Botswana, Hamburg, Nizza, Paris und Rom.
Lesen Sie auch: Schwedens Nationalmuseum: Eine Schatzkammer im hohen Norden

Anlässlich von Madeleine Pyks 90. Geburtstag ist die Zeit für ihre bislang größte Ausstellung gekommen. Vom 20. Februar bis 6. März veranstaltet Bukowskis die Schau Glöm inte att komma ihåg ("Vergiss nicht nicht, Dich zu erinnern"). Insgesamt werden 117 nie zuvor gesehene Werke ausgestellt, von denen viele sogar erst im vergangenen Jahr entstanden sind. Alle Gemälde können vor Ort erworben werden.
„Nur wenige Künstler sind so beliebt wie Madeleine Pyk und ihre Arbeit ist immer noch so beeindruckend lebendig. Wenn man die Häuser von Sammlern besucht, findet man fast immer ein Gemälde von Madeleine Pyk, egal wie die Sammlung gestaltet ist“, sagt Lena Rydén, Leiterin der Kunstabteilung und Spezialistin für moderne und klassische Kunst bei Bukowskis.
Lesen Sie auch: Caspar David Friedrich: Die Ausstellungen des Jubiläumsjahres 2024

Auf den farbenfrohen Leinwänden sehen wir bekannte Motive wie Katzen und schlanke Personen, aber auch neue wie eine Picasso-Figur, die mittels KI Vincent van Goghs Zimmer in Arles besucht.
„Die Idee der Ausstellung ist, dass wir innehalten und uns daran erinnern, was wichtig ist. Für uns. Alles geht jetzt so schnell. Viel zu schnell. Die Tiere. Niemand scheint an sie zu denken. Alles verschwindet. Die Schmetterlinge. Man sieht, wie sich die Tiere in meinen Bildern aufreihen, und man fragt sich irgendwie, was wir tun. Alle meine Bilder sind Fragen“, erklärt Madeleine Pyk gegenüber Bukowskis.
Lesen Sie auch: Madeleine Pyk und ihre grenzenlose Vorstellungskraft

Mit Humor und Verspieltheit als Merkmale malt Madeleine Pyk weiterhin ihre farbenfrohen Fantasien. Grön Tiger, Place des Vosges, Gondolen, Farbror Svens bil und Från mitt fönster ser jag inte stjärnorna sind nur einige der 117 Werke, die bis zum 6. März in Bukowskis Räumlichkeiten im Berzelii Park 1 in Stockholm zu sehen sind.
Entdecken Sie weitere Artikel über Kunst und Auktionen im Barnebys Magazin!



