Die erste Ausstellung mit impressionistischen Gemälden fand 1874 in Paris im Atelier des Fotografen Nadar statt und umfasste Werke von Künstlern wie Claude Monet, Pierre-Auguste Renoir und Camille Pissarro. Das Publikum reagierte eher ablehnend, da der damalige Geschmack von der Akademie geprägt war und eine romantische oder realistische Darstellungsweise bevorzugte. Doch trotz der verächtlichen und beleidigenden Kommentare, die die Arbeiten als nachlässig und albern bezeichneten, hielten die jungen Künstler an ihrem Ziel fest, flüchtige Momente und persönliche Gefühle in ihren schnell ausgeführten Gemälden, die das Ergebnis von flinken Pinselstrichen statt einer arbeitsintensiven Ausführung waren, festzuhalten.

Ihren stärksten Befürworter besaß die Bewegung in Gestalt von Claude Monet. Mit seinen freien Gemälden, die die vielfältige Schönheit der Natur einfingen, ebnete er den Weg. Ein Beispiel dafür ist Impression. Sonnenaufgang von 1872, das er innerhalb weniger Stunden vollendete. Es zeigt den Hafen von Le Havre, während die Sonne aus dem Nebel emporsteigt. Zum Zeitpunkt des Entstehens konnte Monet nicht ahnen, welche Bedeutung sein Gemälde für die Kunstgeschichte haben sollte. 1874 war es Teil der Ausstellung bei Nadar, wo es aufgrund seiner Skizzenartigkeit stark kritisiert wurde. In den Rezensionen zur Ausstellung kam – angeblich vom Titel abgeleitet – der Begriff Impressionisten auf. Dieser war zwar bereits in den 1860er Jahren aufgetaucht, doch erst jetzt wurde er von den Vertretern des neuen Kunststils selbst aufgegriffen und verwendet.
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Im Gegensatz zu anderen Künstlern, mit denen er Kontakte knüpfte, etwa Edgar Degas und Gustave Caillebotte, und denen, die er während seiner Ausbildung in Barbizon oder bei den Zusammenkünften in La Ferme Saint-Siméon in Honfleur kennenlernte, war Monet gut mit langen Phasen extremer Armut vertraut. Doch seine persönliche Situation und finanziellen Schwierigkeiten hielten ihn nicht davon ab, fröhliche Szenen darzustellen. Er malte gerne draußen bei natürlichem Licht und trotzte den Elementen, meist in der Umgebung von Paris, entlang der Seine oder an der Küste der Normandie. Im Jahr 1870 heiratete er Camille Doncieux, die zwei Söhne zur Welt brachte und für viele seiner Gemälde posierte, darunter Die Spaziergänger, Frauen im Garten und Camille im japanischen Kostüm.
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Die Natur und das alltägliche Leben waren auch die favorisierten Motive von Pierre-Auguste Renoir, der zu den weiteren großen Vertretern des Impressionismus zählt. Besonders liebte er Darstellungen von Tanzszenen unter freiem Himmel und Szenen an den Ufern der Seine. Zu den letzteren zählt Das Frühstück der Ruderer von 1881, das im Jahr darauf in der dritten Ausstellung der Impressionisten gezeigt und von so manchem Kritiker als das beste Bild der Ausstellung bezeichnet wurde.
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Auch Edgar Degas stellte mit den Impressionisten aus, kann diesen aber nicht wirklich zugerechnet werden, da sich seine Werke von jenen der Impressionisten durch genaue Linienführung und Komposition unterscheiden. Es sind eher die Motive, die Momentaufnahmen gleichen, die den Zusammenhang herstellen. Besonders berühmt wurde Degas mit seinen Bildern von den Tänzerinnen der Pariser Oper, die ihm mehr als 1.500 Mal als Motiv dienten.
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Es waren eher Maler wie Frédéric Bazille, Alfred Sisley und Édouard Manet, die für die Entwicklung des Impressionismus von Bedeutung waren. Und obwohl diese Künstler eng miteinander verbunden waren, sind ihre Werke äußerst unterschiedlich, da jeder Künstler einem eigenen Weg folgte.
Der französische Impressionismus eroberte auch andere Länder Europas, darunter Deutschland, die Schweiz, Österreich und die Britischen Inseln, und schaffte es auch über den "großen Teich", wo Künstler wie Mary Cassatt und Theodore Robinson (beide hatten in Frankreich gelebt und studiert) den neuen Stil verbreiteten.
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Es sollte nicht unerwähnt bleiben, dass die Zeit, in der der Impressionismus entstand, von einer großen liberalen Entwicklung geprägt war. Die Wirtschaft boomte und das Bedürfnis, die Einschränkungen der Vergangenheit hinter sich zu lassen, wuchs. Abseits der allmächtigen Akademie verkauften die Impressionisten, nicht immer ohne Schwierigkeiten, ihre Gemälde an eine Klientel, die dem Neuen zugeneigt war und über große Geldmengen verfügte.
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Der Impressionismus war eine für ihre Zeit radikale Bewegung, von der einige meinen, dass sie „eine subjektive Alternative zur Fotografie" gewesen sei. Indem die Impressionisten den künstlerischen Prozess außerhalb des Ateliers an die frische Luft verlagerten und das moderne Leben und die Fröhlichkeit darstellten, schufen sie eine aufrichtige Wertschätzung für die Schönheit selbst sowie den Wunsch, Konformität und Tradition zu überwinden. Obwohl es sich nur um einen kurzen Moment in der Kunstgeschichte handelte, erwies sich sein Einfluss als unvergänglich und inspirierte mit seinem Vermächtnis viele nachfolgende große Künstler.

