Ostern ist vor allem ein religiöser Feiertag, an dem Christen die Auferstehung Jesu Christi feiern, der drei Tage nach seinem Tod am Kreuz den Weg ins ewige Leben antrat. Auch markiert Ostern das Ende der Fastenzeit. Mittlerweile wird Ostern auch ganz allgemein als Phase der Erneuerung im Frühling betrachtet. Etwa in den selben Zeitraum fällt das jüdische Pessach, das an den von Moses angeführten Auszug der Israeliten aus Ägypten und damit an den Beginn eines neuen Lebens erinnert.
Das Osterei ist als Zeichen der Fruchtbarkeit und der Wiedergeburt das ultimative Oster-Symbol. Schon in der Antike, bei den Ägyptern, Persern und Römern, galt das Ei als Symbol des Lebens, das man in Frühjahr verschenkte. Auch zu den Festlichkeiten des Pessachs gehört übrigens der Verzehr eines Eis.

Im Mittelalter war es verboten, während der Fastenzeit Eier zu essen. Doch war das den Hühnern natürlich vollkommen egal, sie legten fleißig weiter. Aus dem daraus resultierenden Überfluss an Eiern entstand die Tradition der haltbar gemachten und dekorierten Eier.
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Doch was hat es mit den Glocken, der Schokolade und all den Hasen auf sich? Über mehrere Jahrhunderte hinweg war es in Ländern wie Frankreich, Belgien, Italien und Österreich sowie Tieln Deutschlands verboten, als Zeichen der Trauer um Christus, die Kirchenglocken zwischen Gründonnerstag und Ostersonntag zu läuten.

Kindern in diesen Ländern wurde gesagt, dass die Glocken in diesem Zeitraum zum Papst nach Rom fliegen, um von diesem gesegnet zu werden. Wenn die Glocken dann nach Ostern wieder zurückkehren, würden sie ihre Ankunft durch ihr Läuten verkünden. Auch würden sie bei ihrer magischen Rückkehr Ostereier und Süßigkeiten in den Gärten der Kinder verstecken.
Egal ob bemalt oder aus Zucker oder Schokolade, Eier markieren das Ende der Fastenzeit und die damit einhergehende Phase der Entbehrung.
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Doch sind nicht überall die Glocken die Überbringer der Ostereier. In Deutschland , Ostfrankreich und in den USA ist der Osterhase der fleißige Bote. Der Hase war das Symbol der germanischen Frühlingsgöttin Ostara, von deren Name sich "Ostern" ableiten soll.

Außer verzehrbaren Ostereiern gab und gibt es auch solche von rein dekorativer Funktion. Die berühmtesten sind hier natürlich die Fabergé-Eier, die für die russische Zarenfamilie angefertigt wurden. Das erste dieser Eier wurde von Zar Alexander III. bei Goldschmied Peter Karl Fabergé als Ostergeschenk für seine Frau Maria Feodorowna bestellt. Es entstand eine Tradition, die unter Nikolaus II. fortgeführt wurde und durch die rund 50 kaiserliche Fabergé-Eier entstanden. Einige davon wurden mittlerweile für Millionen von Euro auf dem Auktionsmarkt verkauft.
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