Alles begann im Frühjahr 2023, als die Familie Rothschild den Louvre kontaktierte, um dem Museum zwei Gemälde von Rembrandt zum Kauf anzubieten. Datiert auf das Jahr 1634, handelte es sich dabei auf die Porträts zweier namentlich bekannter Personen, Marten Soolmans und dessen Frau Oopjen Coppit. Die Rothschilds, in deren Besitz sich die Porträts seit mehr als einem Jahrhundert befanden, forderte 160 Millionen Euro für bei Gemälde. Diese Summe war auch für den Louvre zu hoch. Doch dann kam dem Museum eine glorreiche Idee: das geteilte Sorgerecht für die Porträts mit dem Rijksmuseum in Amsterdam.
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Am 1. Februar 2016 unterzeichneten die Niederlande und Frankreich schließlich eine historische Vereinbarung: der Louvre kaufte das Porträt der Oopjen Coppit und das Rijksmuseum das des Marten Soolmans für jeweils 80 Millionen Euro. Es gab eine Bedingung: das Ehepaar sollte niemals getrennt und stets nur gemeinsam ausgestellt werden. Eine Leihgabe an andere Museen war damit ausgeschlossen.
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Nachdem Rembrandts berühmtes Paar zunächst fünf Jahre in Amsterdam logierte, ist es seit dem 21. Februar 2024 im Louvre zu sehen, wo es die kommenden fünf Jahre verbringen wird.

Gemalt im Jahr 1634, entstanden die Gemälde während einer besonders produktiven Phase Rembrandts und sind zudem die einzigen ganzfigurigen Porträts in dessen Œuvre. Vermutlich wollte die beiden Dargestellten mit diesem Format ihren sozialen Status hervorheben. Diese These wird durch den ebenfalls darstellten Marmorboden unterstrichen, der in den damaligen Niederlanden eine Seltenheit war – und auch in Rembrandts Werk, denn es ist das einzige Beispiel für einen Marmorboden in seinen Gemälden.
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Die Komposition der beiden Porträts zelebriert die Ehe und Treue der Dargestellten: Marten Soolmans reicht seiner Frau, die auf ihn zuzugehen scheint, einen Handschuh. Im Hintergrund verbindet ein imposanter Vorhang die Eheleute, ebenso die Gestaltung der jeweiligen Gürtel. Zudem wird Rembrandts Meisterschaft in der Wiedergabe von Textilien deutlich: Martens steife Robe kontrastiert mit dem Fließenden und der Leichtigkeit des Stoffes, der für Oopjens Kleid verwendet wurde.
Ab 2029 wird die Ausstellungsdauer des Gemäldepaares in Amsterdam und Paris jeweils acht Jahre betragen.



