Die Geschichte begann im Jahr 2019 mit der Instandsetzung eines Herrenhauses im Département Finistère ganz im Westen der Bretagne. Die Eigentümer, die das Anwesen sieben Jahre zuvor gekauft hatten, planten, zwei Gebäude miteinander zu verbinden, wofür sie drei Handwerker engagierten. Bei den Arbeiten kam in einer Wand zunächst eine mit Goldmünzen gefüllte Metallkiste zum Vorschein, später folgte eine Geldbörse, die über einem Balken versteckt worden war.

Insgesamt 239 Münzen konnten von den hinzugezogenen Archäologen näher untersucht werden. Geprägt unter Ludwig XIII. und Ludwig XIV. in 19 unterschiedlichen Münzstätten, datiert die älteste Münze ins Jahr 1638, während die jüngste aus dem Jahr 1692 stammt. Laut den Forschern handelt es sich bei dem Münzschatz um die Ersparnisse einer der Besitzerfamilien, die vom 13. bis 18. Jahrhundert in dem Herrenhaus lebten.
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Unter den Münzen konnten so seltene Stücke wie ein Louis d’Or à la Croix des Templiers sowie ein doppelter Louis d’Or à la mèche, der 1646 in Dijon geprägt wurde, identifiziert werden. Von letzterem sind lediglich 120 Exemplare bekannt.

Dem Auktionshaus IVOIRE ANGERS / DELOYS anvertraut, wurde der „Schatz von Plozévet“ am 29. September im Rahmen einer fünfstündigen Numismatik-Auktion versteigert. „Die Auktion fand überall statt, im Saal, im Internet und am Telefon“, berichtete Auktionator Florian Oysonville in einer Pressemitteilung. Insgesamt wurde 235 Münzen (vier behielten die Eigentümer als Andenken) für 1 Million Euro (inklusive Aufgeld) versteigert. Der Schätzpreis hatte bei 250.000 bis 300.000 Euro gelegen.
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Der Louis d’Or à la Croix des Templiers wechselte für 56.120 Euro (inkl. Aufgeld) den Besitzer (Startpreis 8.000 Euro). Ebenso verhielt es sich mit dem doppelten Louis d’Or à la mèche von 1646 (Startpreis 15.000 Euro). Ein anderer Doppel-Louis, der 1690 in Paris geprägt worden war, erzielte 18.300 Euro (Startpreis 2.500 Euro), ein weiterer Doppel-Louis von 1690 wurde für 24.400 Euro verkauft (Startpreis 2.700 Euro). Auch die Monnaie de Paris, Frankreichs Münzprägeanstalt, mischte mit und ersteigerte 19 Münzen. „Es war ein wunderbarer Tag, die Auktion ist von Anfang bis Ende gut verlaufen“, fasste François Mion, der Eigentümer des Auktionshauses, zusammen.
Die Hälfte der erzielten Summe geht an die Eigentümer, die andere an die drei Handwerker, die damit beweisen, dass Handwerk noch immer goldenen Boden hat.
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