Die 1968 in Deutschland geborene Stefanie Schneider, die ihren Master in Fotografie an der Folkwang Hochschule in Essen machte, ist heute sowohl in Berlin als auch in Los Angeles zuhause. Ihre Entwicklung begann in den Ebenen und Wüsten Südkaliforniens, wo sie ihre Motive in Szene setzt. Die „Nachproduktion“ erfolgt dann in Berlin, wo Schneider ihre Arbeiten entwickelt und vergrößert.
Das auffälligste Merkmal von Schneiders Bildern ist die Farbe, die an einen abgelaufenen Polaroidfilm erinnert. Ihr Engagement für die Verwendung des Polaroids brachte ihr großen Respekt von Seiten ihrer Kollegen und Kritiker ein, denn Schneider erschien mit ihren Arbeiten auf der Bildfläche, als das Polaroid, ein Symbol der amerikanischen Fotografie, bereits auf dem Weg ins Abseits war.
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Dieses Thema der Erhaltung mit gleichzeitigem Verschleiß ist das Kernstück von Schneiders Œuvre. In einem Interview mit Artnet im Oktober 2014 erklärte die Künstlerin, wie ihre eigenen Erfahrungen von Schmerz und Verlust, ihre Arbeit inspirieren: „Meine Arbeit ähnelt meinem Leben: Liebe, verloren und unerwidert, hinterlässt ihre Spuren in unserem Leben als ein sinnloser Schmerz, der keinen Platz in der Gegenwart hat.“
Schneiders Motive sind häufig in einer apokalyptischen Umgebung zu finden, wie Trailer Parks, Ölfelder, heruntergekommenen Motels oder verlassenen Stränden. „Es ist die greifbare Erfahrung der ‚Abwesenheit‘, die meine Arbeit inspiriert hat“, sagte Schneider.
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Dieses Gefühl der Abwesenheit ist das, was auf Schneiders Arbeiten am deutlichsten auffällt. Die Tatsache, dass sie sogar abgelaufene Filme verwendet, verleiht dem Ganzen noch ein Gefühl des Unbekannten, da Schneider erst weiß, ob sie ihr Motiv auf den Film bannen konnte, wenn sie ihn in ihrer Dunkelkammer entwickelt. Lange vor den allseits beliebten Instagram-Filtern gelang es Stefanie Schneider, diese andere Welt zu erschaffen, die heute in den Bild-Netzwerken kreiert werden soll.
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Auch die Film- und Musikszene ist auf die Arbeit von Stefanie Schneider bereits aufmerksam geworden. Schneider schuf Albumcover für Cyndi Lauper und die Red Hot Chili Peppers und arbeitete am Film Stay mit Ryan Gosling mit.
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Aktualisierte Version eines Artikels vom 3. Mai 2017



