Die Sitzmöbelserie Togo wurde in den 1970er Jahre von Michel Ducaroy für Ligne Roset entworfen. In den letzten Jahren ist die emblematische Kreation ihrer Epoche zu einer echten Designikone mutiert. Ihr zeitloser Retro-Look und ihre Wandelbarkeit begeistert jüngere Generationen, deren Vertreter oft in winzigen Stadtwohnungen leben und dennoch bei der Inneneinrichtung keine Kompromisse eingehen wollen.
Togo: Eine Erfolgsgeschichte von Ligne Roset
Obwohl das Familienunternehmen bereits 1860 gegründet wurde, dauerte es bis in die 1970er Jahre, bis Ligne Roset tatsächlicher Erfolg beschieden war. Jean Roset, der Enkel des Gründers, der das Unternehmen damals leitete, war von seiner Leidenschaft für zeitgenössisches Design angetrieben und beschloss, mit verschiedenen Designern zusammenzuarbeiten.
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1973 wandte er sich an Michel Ducaroy, einen Designer, der für seine Beherrschung der seit den 1960er Jahren aufkommenden neuen Materialien wie Schaum- und Kunststoff bekannt war. Inspiriert durch die Beobachtung der spitzen Ecken einer Zahnpastatube, schlug Ducaroy Roset ein innovatives Sofakonzept vor, das außer an eine Zahnpastatube an ein Kissen erinnern sollte.
Togo-Sitzmöbel zeichnen sich durch ihr einzigartiges Design aus, das sie zu einzigartigen Dekorationselementen macht: Ohne Füße flach auf dem Boden stehend, gibt es weder Armlehnen, noch eine Abgrenzung von der Sitzfläche zur Rückenlehne. Michel Ducaroy entwarf diese Möbelstücke als Skulpturen und folgte so perfekt den Konturen des menschlichen Körpers. Dank ihrer Form und dem verarbeiteten Schaumstoff sind Togo-Möbel absolut bequem.
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Nach einer erfolgreichen Geschichte für Togo sah es zunächst nicht aus. Als die Möbel 1973 im Salon des Arts Ménagers in Paris vorgestellt wurden, stießen sie zunächst auf wenig Interesse, eher auf Skepsis. Doch die Verkaufszahlen sprachen dann eine andere Sprache und Togo entwickelte sich zum Symbol für den Mut und die Innovation der Marke Ligne Roset.
Trotz ihres unbestrittenen Erfolgs und ihres Status als Vintage-Ikone spalten die Togo-Sitzmöbel noch immer die Gemeinde der Designliebhaber. Heute ziehen sie die Aufmerksamkeit einer Generation auf sich, die sie 70er Jahre und den Retro-Stil als Inspirationsquelle betrachtet. Andere betrachten es nach wie vor als formloses Etwas, das im Wohnzimmer unangenehm auffällt. Neben ihrem Aussehen ist es die Wandelbarkeit, mit der Togo hervorsticht, da es sich mit vielen Formen, Materialien und Farben personalisieren lässt. Dadurch wird es möglich, das eigene Möbelstück zu etwas Einzigartigem zu machen, das ein abwechslungsreiches Ambiente schafft, welches auch den letzten Skeptiker überzeugt.
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Togo und die Popkultur
Schon bevor Togo in den 2020er Jahren zum Stat der Sozialen Netzwerke avancierte, hatte es bereits seinen Status als gewöhnliches Sitzmöbel überschritten und war zu einer Ikone der Popkultur geworden, wovon zahlreiche Auftritte in Film und Fernsehen zeugen. Hier sind vor allem Der Teufel trägt Prada (2006) und Sex and the City (1998-2004) zu nennen, wo eine Brücke zwischen Mode und Design geschlagen wird, um einen echten Lebensstil zu schaffen.
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In Frankreich inspirierte das Sitzmöbel die Illustratorin Claire Bretécher zu ihrer Serie Les Frustrés (1973-1981), in der sich die Figuren regelmäßig in einem Togo-Sessel suhlen, der damals ein Symbol der Moderne war.
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Auch sind Togo-Sitzmöbel Teil von bedeutenden Sammlungen, darunter jene des Museum of Modern Art in New York und des Musée des Arts Décoratifs in Paris, was ihre Bedeutung für die Designgeschichte belegt. Für die Veranschaulichung der Entwicklung zeitgenössischer Möbel, ist Togo zu einem unverzichtbaren Beispiel geworden, das internationale Anerkennung genießt.
Angesichts dieses historischen und kulturellen Erbes ist es nicht verwunderlich, dass Togo bei Designliebhabern und Sammlern ein starkes Verlangen weckt. Togo ist die Verkörperung einer Epoche, einer Ästhetik und einer Lebensphilosophie, die es zu viel mehr als einem einfachen Möbelstück machen, sondern zu einem wahren Objekt der Begierde für alle, die die Kunst und die Geschichte des Designs schätzen.
Weniger romantisch kann Togo auch als Investition betrachtet werden. Auf dem Auktionsmarkt sind immer wieder Exemplare zu wettbewerbsfähigen Preisen zu finden. Mit welchen Preisen Sie für die verschiedenen Modelle der Serie rechnen müssen, können Sie auch in unserer Datenbank nachlesen.



