Diese fünf Objekte katapultieren uns in die faszinierende und teilweise verstörende Vergangenheit der Spielwelt. Einige von ihnen bringen uns heute zum Schmunzeln oder Kopfschütteln, aber alle werfen interessante Fragen zu Sicherheit, Praktikabilität und Ethik auf. Sie sind Zeugnisse einer Zeit, in der die Regeln der Unterhaltung andere waren, und laden uns ein, darüber nachzudenken, wie sich Werte und Perspektiven im Laufe der Zeit verändern können.
1. Schokoladen- und Kaugummizigaretten

Beginnen wir mit einer Art von Produkten, die zwar an und für sich nicht gefährlich sind, jedoch ethische Fragen aufwerfen: Schokoladen- oder Kaugummizigaretten, die bei Kindern einst sehr beliebt waren. Diese hielten sie zwischen ihren Fingern und imitierten rauchende Erwachsene, bevor sie das Papier abwickelten und den süßen Inhalt vernaschten. Die Süßigkeiten ahmten echte Zigaretten getreu nach und werden heute mit einer Zeit assoziiert, in der das Rauchen anders wahrgenommen wurde. Schoko- und Kaugummizigaretten waren überall erhältlich, von der Kneipe über den Tabakladen bis zum Kiosk, und erlaubten Kindern, auf spielerische Weise in die Welt der Erwachsenen einzutauchen, ohne auf die Gefahren des Rauchens hinzuweisen. Durch die zunehmende Wahrnehmung der Schäden, die das Rauchen anrichten kann, wurden die "Kinderzigaretten" in vielen Ländern verboten.
2. Klick-Klack-Kugeln

Klick-Klack-Kugeln erlebten ihre Blütezeit in den 1960er und frühen 1970er Jahren. Das simple Spielzeug besteht aus einer Schnur mit jeweils einer Kugel an ihren Enden. Die Kugeln bestanden zunächst aus gehärtetem Glas, später aus Kunststoff. Ziel des Spiels war, die Kugeln so schnell zu wirbeln und aneinanderzuschlagen zu lassen, dass ein bestimmtes "Klacken" entstand. Und das war keineswegs ungefährlich, weshalb die Klick-Klack-Kugeln schnell den Spitznamen "Handgelenksbrecher" erhielten. Nachdem es zu zahlreichen Vorfällen gekommen war und es zudem Beschwerden wegen des nervenden Klack-Geräusches gegeben hatte, kam es in einigen Gegenden zu Verkaufsbeschränkungen. 1976 wurde das Spielzeug in den USA als "mechanical hazard" ("mechanische Gefährdung") eingestuft.
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3. Zwille/Schleuder

Die Zwille oder Schleuder ist eine alte Wurfwaffe, deren Basis eine gegabelte Handhabe ist, die ein Y bildet. Die Enden des Griffs sind mit Gummibändern verbunden, die wiederum eine Vorrichtung zum Platzieren eines Wurfgeschosses, wie etwa ein Stein, halten. Während die eine Hand die Zwille hält, zielt die andere das Gummiband mit dem Projektil zurück, um es auf das Ziel zu schleudern. Das klingt gefährlich? Das ist es auch und zwar nicht nur für das Zielobjekt (die abgefeuerten Geschosse können sehr hohe Geschwindigkeiten und Kräfte erreichen), sondern auch für den Zielenden, sollte das Gummiband reißen. Früher waren Zwillen bei Kindern beliebt (das berühmteste TV-Beispiel ist wohl Bart Simpson) und kamen draußen beim Spielen zum Einsatz. Durch sich veränderte Sicherheitsgedanken und Spielpräferenzen sind sie jedoch seit einiger Zeit rückläufig.
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4. Rasen-Dart

Rasen-Dart war in den 1970er und 1980er Jahren in den USA beliebt. In der Originalversion waren schwere Metallspitzen enthalten und Ziel des Spiels war es, Ziele am Boden zu treffen. Nachdem es jedoch zu zahlreichen Unfälle gekommen war, die teilweise ernsthafte Folgen hatten und in die auch Kinder involviert waren, wurde die Sicherheit von Rasen-Dart infrage gestellt. 1988 verbot die U.S. Consumer Product Safety Commission den Verkauf von Rasen-Dart-Pfeilen mit solch scharfen Spitzen. Später kamen entschärfte Versionen auf den Markt, bei denen die Pfeilspitzen aus weicherem Plastik bestanden.
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5. Gilbert U-238 Atomic Laboratory

Zum Schluss möchten wir Ihnen noch ein Spiel vorstellen, das die Grenze zur Absurdität mindestens in Sichtweite hatte: das Gilbert U-238 Atomic Energy Lab. Es war Anfang der 1950er Jahre, als der amerikanische Erfinder Alfred Carlton Gilbert im Zuge der leidenschaftlichen Welle für Atomenergie, die die Nachkriegszeit kennzeichnete, ein Spielzeug-Atomlabor schuf, das für 49,50 US-Dollar verkauft wurde (eine für damalige Verhältnisse recht beachtliche Summe).

Entwickelt, um Kinder zum Studium der Naturwissenschaften zu ermutigen, enthielt das Kit vier Proben uranhaltiger Mineralien (Autunit, Torbernit, Uraninit und Carnotit). Obwohl auf der Verpackung stand, dass das Spiel „sicher“ sei, kam es aufgrund des radioaktiven Materials schnell zu einer Rückrufaktion. Weniger als 5.000 Exemplare wurden verkauft und moderne Kritiker betrachten es als eines der „10 gefährlichsten Spielzeuge aller Zeiten“.




