Diese Entdeckung sorgt für Schlagzeilen: Eine seltenes Porträt "nach Rembrandt" aus dem 17. Jahrhundert, das auf einem Dachboden in Camden, Maine wieder ans Tageslicht kam, wurde bei Thomaston Place Auction Galleries für 1,4 Millionen US-Dollar (ca. 1,3 Millionen Euro) versteigert. Das Gemälde, das ein junges Mädchen in traditioneller niederländischer Kleidung zeigt, wurde während einer routinemäßigen Nachlassbewertung entdeckt und erzielte nun mit seinem Verkaufsergebnis einen neuen Auktionsrekord für den Bundesstaat Maine.
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Die Entdeckerin war Kaja Veilleux, Gründerin von Thomaston Place Auction Galleries. Zutage kam das Porträt auf dem Dachboden des Hauses, wo es hinter weiteren vergessenen Erbstücken verborgen gewesen war. Gemalt in Ölfarben, diente eine Eichenholztafel als Bildträger, der in einen handgeschnitzter niederländischer Rahmen eingefasst worden war. Bemerkenswert ist der gute Zustand des Stücks, das trotz seines Alters nur kleinere Abnutzungsspuren aufweist.
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Ein Etikett auf der Rückseite des Porträts schreibt es Rembrandt zu und berichtet zudem von seiner Ausstellung im Philadelphia Museum of Art im Jahr 1970. Das Gemälde war dem Museum von einem Mitglied der Familie Bok, Nachkommen des Curtis Publishing-Vermögens, ausgeliehen worden. Eine formale Bestätigung für die Zuschreibung an Rembrandt hatte es damals allerdings nicht gegeben, weshalb das Gemälde nun als eine Arbeit "nach Rembrandt" eingestuft wird.
"Oft gehen wir völlig blind zu den Hausbesuchen und wissen nicht, was wir finden werden", sagt Veilleux.
Im Anschluss an die Entdeckung, nahm Thomaston Place das Porträt in den Katalog seiner jährlichen "Summer Grandeur"-Auktion auf, ein dreitägiges Event mit über 1.500 Losen aus den Bereichen Kunst und Sammlerstücke.
Die Aufregung um das Gemälde stieg schnell in unerwartete Höhen und weckte das Interesse von Bietern aus der ganzen Welt. Als die Gebotsabgabe ihren Höhepunkt erreichte, waren noch drei hartnäckige Telefonbieter übrig, von denen einer das Siegergebot von 1,4 Millionen US-Dollar platzierte.
Das Gebot stammte von einem europäischen Privatsammler, der am Telefon vom Thomaston Place-Mitarbeiter Zebulon Casperson vertreten wurde. "Ich hätte nie gedacht, an einem Verkauf von über einer Million Dollar beteiligt zu sein", sagt Casperson. "Es fühlt sich an wie ein gemeinsamer Sieg."
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Die Auktion reiht sich ein in eine Serie von hochklassigen Rembrandt-Versteigerungen. Erst im Sommer 2023 konnte Christie's ein Porträtpaar von Rembrandt, das ebenfalls bei einer Routinebewertung zutage gekommen war, für 11,2 Millionen GBP (ca. 13,3 Millionen Euro) versteigern. So wie jetzt die Einlieferer in Maine, war auch den damaligen Besitzer der Wert der Kunstwerke nicht bewusst.
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Obwohl dieses Gemälde nicht direkt Rembrandt, sondern einem seiner Nachfolger zugeschrieben wird, machen seine stilistischen Details – klarer Ausdruck, meisterhafte Lichtgestaltung und sorgfältige Detailarbeit – es zu einem seltenen und bedeutenden Beispiel der niederländischen Porträtmalerei des Goldenen Zeitalters.
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