Der vollbesetzte Auktionssaal im New Yorker Rockefeller Center und eine Vielzahl weiterer Bieter online und am Telefon waren am 17. Juni ein erster Hinweis darauf, dass die Auktion „Magnificent Jewels“ von Christie’s ein voller Erfolg werden würde. Und genauso geschah es, denn nicht nur wurde jedes der insgesamt 138 Lose verkauft, das Gesamtergebnis von 87,7 Millionen US-Dollar war auch das höchste, das das Auktionshaus jemals mit einer Schmuckauktion, deren Lose aus verschiedenen Quellen stammten, erzielen konnte.
Zu den Pretiosen, denen bereits vorab der Auktion besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt worden waren, gehörte The Marie-Thérèse Pink, ein seltener rosa Diamant von 10,38 ct, der sich einst im Besitz von Marie Antoinettes Tochter Marie Thérèse, Herzogin von Angoulême befunden hatte. Geschätzt auf 5-7 Millionen US-Dollar, trug die vage Möglichkeit, dass der Stein vielleicht sogar von Marie Antoinette selbst getragen worden war, sicherlich dazu bei, dass das Ergebnis schließlich 13.980.000 US-Dollar (ca. 12 Millionen Euro) lautete. Diese Summe bedeutete sowohl einen neuen Rekord für einen Diamanten der Farbe Fancy Purple-Pink, als auch für eine Kreation von JAR, jenem geheimnisvollen Pariser Juwelier, der den Edelstein in jenen außergewöhnlichen Ring fasste, mit dem er nun unter den Hammer kam.
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Das Ergebnis für den Marie-Thérèse Pink war das höchste der Auktion. Den zweiten Platz konnte sich der Blue Belle, ein spektakulärer Saphir von 392,52 ct, sichern, der für 11.335.000 US-Dollar (ca. 9,7 Millionen Euro) einen neuen Besitzer fand und damit seiner Schätzung von 8-12 Millionen US-Dollar entsprach.
Ein weiterer Rekord wurde mit der Versteigerung einer „Mystery-Set“-Brosche von Van Cleef & Arpels aus der Sammlung von Lucille Coleman erzielt. Das dicht an dicht mit Diamanten und Rubinen besetzte florale Schmuckstück konnte seine Schätzung von 400.000-600.000 US-Dollar auf 1.562.500 US-Dollar steigern, was die Brosche zum teuersten „Mystery-Set“- Schmuckstück der Auktionsgeschichte machte.
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Weitere schöne Preissteigerungen wurden mit einem Diamantcollier von Harry Winston (2.409.500 US-Dollar; Schätzpreis 1.400.000-1.800.000 Millionen US-Dollar), einem seltenen Art déco-Armband von Cartier (831.600 US-Dollar; Schätzpreis 200.000-300.000 US-Dollar) sowie einem außergewöhnlichen Collier von JAR aus der Sammlung von Anne H. Bass (1.502.000 US-Dollar; Schätzpreis 200.000-300.000 US-Dollar) erzielt.
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Als begehrt erwies sich auch der indische Mogul-Schmuck aus einer königlichen Sammlung. Die höchsten Preise wurden für ein Collier mit geschnitzten Smaragden (6.221.000 US-Dollar; Schätzpreis 2.000.000-3.000.000 US-Dollar), ein weiteres Smaragdcollier (5.555.550 US-Dollar; Schätzpreis 2.000.000-3.000.000 US-Dollar) sowie eine dreireihige Halskette mit Spinellen und natürlichen Perlen (3.014.500 US-Dollar; Schätzpreis 1.000.000-2.000.000 US-Dollar) gezahlt.
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Rahul Kadakia, Christie’s International Head of Jewelry, resümiert: „Die Ergebnisse dieser Saison unterstreichen die enorme Nachfrage nach Juwelen von außergewöhnlicher Seltenheit, Herkunft und Handwerkskunst. Neben der majestätischen Pracht des Marie-Thérèse Pink Diamanten und des Blue Belle Saphirs stießen auch Privatsammlungen und erlesene Juwelen auf begeisterte und wettbewerbsorientierte Gebote, die von der leidenschaftlichen Expertise unseres Teams getragen wurden. Diese Erfolge unterstreichen Christies globale Reichweite, Marktführerschaft und unser nachhaltiges Engagement, unseren Kunden das bestmögliche Ergebnis zu liefern.“
Während die New Yorker Kunstauktionen in diesen Frühjahr schwächelten, scheint das hervorragende Ergebnis der „Magnificent Jewels“-Auktion anzudeuten, das herausragender Schmuck und Edelsteine auch in wirtschaftlich unsicheren Zeiten ihre Anziehungskraft nicht verlieren und als gute Geldanlage betrachtet werden.
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