Die Versteigerung von Kunstwerken aus der Lewis Collection war das Highlight des diesjährigen Londoner Auktionsfrühjahrs gewesen. Angefangen mit Werken der School of London während der Marquee Week im März bis hin zur Auktion „Masterpieces from the Lewis Collection“, die am 24. Juni maßgeblich dazu beitrug, dass an jenem Tag bei Sotheby’s die bislang höchste Auktionssumme an nur einem Auktionsabend in Europa zusammenkam.
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Diesen Monat kommen weitere Werke aus der Lewis Collection unter den Hammer. Das Auktionshaus ist dasselbe, die Location jedoch eine andere. Mit „The Foujita Lexicon: Works from the Lewis Collection“ präsentiert Sotheby’s erstmals eine einem einzelnem Künstler gewidmete Auktion in Asien, mit Hongkong als Ort des Geschehens. Eine Entscheidung, die nicht zufällig getroffen wurde, stammten in den vergangenen drei Jahren doch 85% der Bieter auf Werke von Léonard Tsuguharu Foujita (1886-1968) bei Sotheby’s aus Asien, allen voran Hongkong und Japan, dem Heimatland des Malers.

Die Auktion am 28. September wird 15 Werke Foujitas umfassen. Dazu Evelyn Lin, Chairman, Modern and Contemporary Art, Sotheby’s Asia: „Das Foujita Lexicon ist das Ergebnis von mehr als drei Jahrzehnten leidenschaftlicher Sammeltätigkeit der Familie Lewis; ihr anhaltendes Engagement für Foujita spiegelt den herausragenden kunsthistorischen Stellenwert und die bis heute ungebrochene Relevanz des Künstlers wider. Die Sammlung deckt alle wesentlichen Phasen seiner Laufbahn ab und veranschaulicht die enorme Bandbreite seines Schaffens – über verschiedenste Themen, künstlerische Medien und geografische Räume hinweg. Als die umfassendste Werkgruppe Foujitas, die jemals in Asien angeboten wurde, bietet sie eine seltene Gelegenheit, einen Künstler zu würdigen, der sich durch die einzigartige Verbindung japanischer und europäischer Traditionen als eine der prägenden Gestalten der Kunst des 20. Jahrhunderts etablierte.“
Léonard Tsuguharu Foujita, der an der Hochschule der Künste in Tokio studiert hatte, kam 1913 nach Paris, wo er schnell Teil der Avantgarde von Montparnasse wurde und mit seinem Bildern, die japanische und europäische Einflüsse sowie verschiedene Techniken auf einzigartige Weise vermischten, Erfolge feierte.
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Besonders hervorzuheben ist Mon portrait von 1924, ein bedeutendes Selbstporträt, das Foujitas japanische Herkunft und europäische Lebensweise sowie seinen unverkennbaren Look perfekt einfängt (Schätzpreis 800.000 - 1.200.000 HKD / 104.000 - 156.000 USD).

Weitere Highlights, die zwei seiner bevorzugten Sujets – Katzen und Akte – repräsentieren, sind Chatte et chaton (1932; Schätzpreis 2.000.000 - 3.000.000 HKD / 260.000 - 390.000 USD), Madeleine endormie (1933; Schätzpreis 300.000 - 500.000 HKD / 39.000 - 65.000 USD) sowie Nu assoupi sur la table (1927; Schätzpreis 2.000.000 - 3.000.000 HKD / 260.000 - 390.000 USD).
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Ebenfalls nicht unerwähnt bleiben darf Le rêve (Hommage à La Fontaine) von 1949 (Schätzpreis 4.000.000 - 6.000.000 HKD / 520.000 - 780.000 USD), für das sich Foujita von den Fabeln La Fontaines inspirieren ließ und das eines von nur vier Gemälden ist, die der Künstler während seines Aufenthalts in New York 1949/50 ausführte. Ein weiteres Gemälde der Reihe, La fête d’anniversaire, ist mit den 2018 bei Bonhams London erzielten 7.096.250 GBP das aktuelle Rekordwerk Foujitas.

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Le rêve war zudem das erste Werk Foujitas, das den Weg in die Lewis Collection fand. Dazu ein Sprecher der Lewis Collection: „Foujita nimmt in unserer Sammlung einen besonderen Stellenwert ein. Von der ersten Zeichnung, die wir 1992 erwarben, bis zu unserem jüngsten Ankauf fast 25 Jahre später haben uns sein einzigartiges Feingefühl und seine Herangehensweise an die figurative Darstellung stets fasziniert. Seine Werke fügen sich hervorragend in den Kreis der anderen Meister der Moderne in unserer Sammlung – wie etwa Modigliani und Picasso – ein, bewahren dabei jedoch stets ihren ganz eigenen Charakter. Wir freuen uns sehr, unsere Foujita-Sammlung hier gemeinsam präsentiert zu sehen, und hoffen, dass diese Werke für andere ebenso inspirierend sind, wie sie es für uns waren.“
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