Mit einem Schätzpreis von 1-1,5 Millionen Euro war Tizians Büßende Magdalena das Top-Los der Auktion mit Alten Meistern, die heute Nachmittag im Dorotheum in Wien stattfand. Das Gemälde war erst vor Kurzem von Kunsthistorikern wiederentdeckt worden, die neben dem Werk auch dessen interessante Provenienzgeschichte zutage förderten, die so illustre Namen wie Königin Christina von Schweden oder den Regenten Philipp II. von Orléans beinhaltet.
Ein solch bedeutsames Werk konnte natürlich zahlreiche Interessenten anlocken, die sich ein minutenlanges Bietergefecht lieferten, bis ein Telefonanbieter schließlich das Rennen machte. Für 4,818 Millionen Euro (inkl. Aufgeld) wechselte Die büßende Magdalena den Besitzer.
„Ein hervorragendes Ergebnis“, freut sich Experte Mark MacDonnell in einer Pressmitteilung des Dorotheums, „diese Neuentdeckung aus erlesener Provenienz hat weltweites Interesse erregt und wurde dementsprechend honoriert.“
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Der erzielte Preis ist der dritthöchste in der Auktionsgeschichte, der für ein Werk Tizians erzielt werden konnte. Vor der heutigen Auktion im Dorotheum trug eine andere Version von Tizians Büßender Magdalena die Bronzemedaille. Sie war 2008 bei Sotheby’s in New York für 4,5 Millionen USD (ca. 3,1 Millionen Euro) versteigert worden.
Der aktuelle Auktionsrekord für Tizian stammt aus dem Jahr 2011 und wurde ebenfalls bei Sotheby’s in New York erzielt: Eine heilige Konversation: Madonna mit Kind und den Heiligen Lukas und Katharina wechselte für 16,9 Millionen USD (ca. 12,6 Millionen Euro) den Besitzer.
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