Vintage-Mode hat in den vergangenen Jahren ein Revival erlebt. Allgemein heißt es, dass jeder Modestil irgendwann wiederkommt – die Schlaghosen und Plateaustiefel der 70er wurden – dank der Spice Girls – in den 1990er Jahren wieder modern und liegen auch heute wieder im Trend. Da diese Vintage-Kleidung bis heute überlebt hat, kann man davon ausgehen, Stücke von hoher Qualität zu erwerben, die auch noch weiter Bestand haben wird. Bei der Fast Fashion der heutigen Zeit werden hingegen viele Abstriche gemacht. Da Zeit von entscheidender Bedeutung ist, um Großaufträge zu erfüllen, wird auf minderwertige Materialien und weniger Sorgfalt bei der Herstellung gesetzt.
Wie wirkt sich Fast Fashion auf unseren Planeten aus?
Eines der größten und vielleicht überraschendsten Probleme ist, dass Fast Fashion für bis zu 10 % der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich ist. Die Reduzierung des eigenen CO2-Fußabdrucks steht für viele Unternehmen und Einzelpersonen ganz oben auf der Agenda, doch dieser Wert ist laut der UN Alliance for Sustainable Fashion höher jene von Flug- und Schiffsverkehr zusammen. Das sind enorm schädliche und dauerhafte Auswirkungen für Dinge, die nicht sehr lange Bestand haben werden, entweder aufgrund schnellen Verschleißes oder aufgrund des Wegwerfens zugunsten neuer Anschaffungen.
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Auch verbraucht die Herstellung von Kleidungsstücken enorm viel Wasser; die Modeindustrie ist hier die zweitgrößte Industrie. Das liegt an einer Mischung aus Faserherstellung, Garnaufbereitung, -veredelung und -färbung – alles wichtige Bestandteile der Kleidungsherstellung, die jedoch vermieden werden könnten, wenn die Menschen nicht auf so genannte Fast Fashion setzen würden, um mit den Trends zu reduzierten Preisen Schritthalten zu können. Für die Herstellung einer einzigen Jeans, werden bis zu 7.500 Liter Wasser verbraucht – Wasser, auf das wir nicht verzichten können.

Nachhaltige Mode
Stella McCartney und Vivienne Westwood sind Verfechterinnen der Nachhaltigkeit, deren Designs Textilien und vegane Alternativen zum Leder beinhalten. Sie nutzen ihre Kollektionen und Laufstegshows, um das Bewusstsein für die sozialen und ökologischen Auswirkungen jedes von ihnen hergestellten Stücks während seines gesamten Lebenszyklus zu fördern. Die Verwendung von Bio-Baumwolle, -Leinen und -Hanf sowie von Naturkautschuk anstelle von synthetischem Gummi hat dazu beigetragen, dass diese Designer an der Spitze der Bewegung für nachhaltiges Modedesign stehen.
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Neben den typischen Wohltätigkeitsläden, die jedes Jahr eine große Menge an ausrangierter und unerwünschter Kleidung aufnehmen, sehen bestimmte Vintage-Einzelhändler die Branche jetzt als großes Geschäft und profitieren von der sozialen Agenda, während sie gleichzeitig ihren Beitrag zum Klimawandel leisten.
Nachhaltige Einzelhändler verkaufen jedoch nicht einfach nur Second-Hand-Kleidung. Die meisten verfolgen eine Art Umweltpolitik, die ihr gesamtes Geschäftsmodell durchdringt. Sie nutzen beispielsweise Kartenlesegeräte für Kleinunternehmen, durch die Papierbelege und -rechnungen überflüssig und direkt als elektronische Version an eine bestimmte E-Mail-Adresse geschickt werden.

Shopping auf dem Auktionsmarkt
Dies mag eine ungewöhnliche Form des Kleiderkaufs sein, doch oft findet man auf einer Auktion Stücke von einem bestimmten Designer oder Einzelstücke – vielleicht sogar etwas, das in einer Fernsehsendung oder von einer Berühmtheit getragen wurde.
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Schmuck ist ein sehr beliebtes Auktionsobjekt, wobei jedes Schmuckstück seine eigene persönliche Geschichte hat. Gold wird immer wertvoll sein und Second-Hand-Schmuck ist genauso gut, wenn nicht sogar besser als seine neueren Konkurrenten, da die Designs sehr spezifisch für die Epoche sind, in der sie hergestellt wurden, wie beispielsweise die viktorianische, die georgianische und Art-déco-Ära, um nur drei zu nennen. Ein Originalstück aus einer dieser Epochen zu besitzen, ist etwas, das Sie schätzen und gleichermaßen als Erbstücke an Ihre Nachkommen weitergeben sollten.
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Upcycling
Wenn Sie gebrauchte Mode kaufen, gibt es unzählige Möglichkeiten, sie so umzuarbeiten, damit sie Ihrem persönlichen Geschmack entspricht, indem Sie andere Second-Hand-Artikel oder Dinge verwenden, was Sie vielleicht herumliegen haben. Es gibt auch viele Vintage-Händler, die Kleidungsstücke upcyclen, bevor sie sie in ihren Geschäften präsentieren. Natürlich Sie können auch den Kleidungsstücken, die bereits in Ihrem Kleiderschrank hängen, leicht upcyclen, um ihnen neues Leben einzuhauchen.
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Es kann etwas so Simples sein wie das Abschneiden der Beine einer alten Jeans, um ein Paar Shorts zu kreieren. Für jemanden, der etwas mehr Aufwand nicht scheut und im Besitz einer Nähmaschine ist, kommt vielleicht das Umarbeiten eines alten T-Shirts in eine praktische Tragetasche in Frage. Und mit Nadel und Faden und der eigenen Fantasie lassen sich alte Jacken mit neuen Mustern verzieren.
Ein einzigartiger Stil und Individualität
Einer der Hauptvorteile von Vintage-Kleidung für Modebewusste ist, dass man mit ziemlicher Sicherheit ein einzigartiges Stück erwerben wird. Im Gegensatz zu Fast Fashion, bei der es sich normalerweise um große Bestellungen des gleichen Kleidungsstücks handelt, die in riesigen Mengen produziert und verkauft werden, werden Sie auf einer Party bestimmt nicht in die Verlegenheit kommen, das gleiche Outfit zu tragen wie ein anderer Gast.

Zu den Top-Artikeln, die hohe Summen erzielten, als sie unter den Auktionshammer kamen, gehören Kate Winslets rotes Kleid aus Titanic, das für 330.000 Dollar verkauft wurde, und die rote Jacke, die Michael Jackson in seinem Thriller-Video trug, und die unglaubliche 1,8 Millionen Dollar einbrachte. Prunkstücke wie diese können Sie sich vielleicht nicht leisten, aber Vintage-Artikel von Luxusmarken wie Dior und Chanel können immer noch zu akzeptableren Preisen auf Auktionen ersteigert werden und gewinnen immer weiter an Wert.
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In der Natur der Vintage-Mode liegt es, dass sie auch leichter an Ihren eigenen individuellen Stil angepasst werden kann, sei es der Boho-Chic der 1960er, der Neon-Stil der 1990er oder das Flapper-Girl der 1920er oder alles dazwischen. Sie werden sich von der Masse abheben und vielleicht sogar Ihren eigenen Modetrend setzen und damit wiederum voll im Trend liegen, wenn es darum geht, Ihren Einfluss auf den Planeten zu verringern.
Abschließende Gedanken
Selbst wenn wir nur ein oder zwei Vintage-Kleidungsstücke oder -Accessoires pro Jahr kaufen würden, anstatt Neuwaren zu erwerben, würde die potenzielle positive Wirkung auf den Planeten erheblich gesteigert. Die Reduzierung von Wasserverschwendung, die Entsorgung von Textilien auf Mülldeponien und die Reduzierung des weltweiten Transports, Imports und Exports von Waren mit CO2-emittierenden Fahrzeugen würden ihren Teil dazu beitragen, die Modebranche umweltbewusster zu machen.

Natürlich gibt es einige Unternehmen, die bereits umweltfreundliche Materialien in der Herstellung verwenden und einen digitalen Ansatz für die Bewältigung ihres „Papierkrams“ gewählt haben, aber es kann noch so viel mehr getan werden. Als Verbraucher liegt es an uns, unsere Kaufgewohnheiten zu ändern und zu den Grundlagen zurückzukehren.
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Artikel von Jacob Lane
Jacob Lane ist ein Mode- und Lifestyle-Autor aus London, der über die Entwicklungen und Innovationen rund um Nachhaltigkeit in der Branche schreibt. Folgen Sie Jacob auf Twitter.



