Der größte Wunsch eines Kriegsfotografen ist Arbeitslosigkeit.
Mit diesem Satz, mit dem er in der Zeitschrift LIFE zitiert wurde, fasste Robert Capa in wenigen bedeutsamen Worten, seine Arbeit als Kriegsfotograf zusammen. Seine berühmte Fotografie Death of a Loyalist Soldier vom 5. September 1936 erschien ebenfalls in dem Magazin und wurde später mit immer wieder leicht abgewandelten Titeln abgedruckt: Loyalist Soldier, Falling Soldier, Loyalist Militia und Death of a Militia Man. Es gilt als eine der besten dokumentarischen Fotografien, die jemals gemacht wurden.

Die Aufnahme entstand während des Spanischen Bürgerkriegs, als sich Capa, der sich voll und ganz der anti-faschistischen Sache verschrieben hatte, in den Schützengräben der republikanischen Soldaten aufhielt. In einem Radiointerview im Jahr 1947 beschrieb Capa, wie die republikanischen Soldaten aus ihren Gräben kamen, um den Feind mit ihren alten, überholten Gewehren zu erschießen. Für die Aufnahme blickte Capa nicht durch den Sucher, sondern hielt die Kamera hoch über seinen Kopf, während er immer wieder den Auslöser drückte. Das Ergebnis war ein Foto, das den präzisen Moment des Todes eines Soldaten auf dem verwüsteten Schlachtfeld zeigt. Das Bild ist voller Dramatik und der Bewegung des Soldaten, die abrupt gestoppt wird, bevor er tot zu Boden fällt.
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Der ungarisch-amerikanische Fotograf und Fotojournalist Robert Capa wurde unter dem Namen Ernö Friedmann am 22. Oktober 1913 in Budapest geboren. Von nicht wenigen wird er als der beste Kriegsfotograf aller Zeiten bezeichnet.

1938 zog es Capa in die chinesische Stadt Hankou, die heute Teil des Wuhan-Territoriums ist, um den Widerstand gegen die japanische Invasion zu dokumentieren. Die dort entstandenen Aufnahmen sandte er an LIFE, wo einige davon in der Ausgabe vom 23. Mai erschienen.
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Eine weitere bedeutende Werksgruppe ist bekannt als „The Magnificent Eleven“ und wurde von Capa am D-Day erstellt, als er die Landung des 16th Infantry Regiment, 1st Infantry Division ("Big Red One“) in Omaha Beach, Normandie, begleitete. Diese Fotografien erschienen in der LIFE-Ausgabe vom 19. Juni 1944.
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Weitere bekannte Aufnahmen von Capa aus dem Zweiten Weltkrieg sind To invade mit einem Zeitungsausschnitt, der an die Kämpfe in der Normandie während des Ersten Weltkriegs erinnert, und Snowy Field, die im Januar 1945 veröffentlicht in LIFE veröffentlicht wurden. Das zweite Foto zeigt einen amerikanischen Soldaten, der sich vorsichtig über ein verschneites Feld zu einem liegenden deutschen Soldaten bewegt. Da er noch nicht weiß, ob sein Gegner wirklich tot ist, hält er seine Waffe einsatzbereit.
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1947 gründete Robert Capa gemeinsam mit Henri Cartier-Bresson und weiteren Kollegen, die Kooperative Magnum Photos in Paris, bei der es sich um die erste Agentur für unabhängige Fotografen handelte.

Robert Capas Mut und seine Leidenschaft für die Fotografie führten allerdings auch zu seinem viel zu frühen Tod am 25. Mai 1954 im Alter von nur 40 Jahren. Während er den Indochinakrieg dokumentierte, trat er auf eine Landmine, als er die Ankunft einer Kolonne in einer besonders gefährlichen Gegend in Vietnam fotografierte und starb.
Die enorme Bedeutung, die Robert Capa für die Fotografie hatte, kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Seine ikonischen Aufnahmen zeigen den Horror des Krieges nicht aus der Ferne, sondern von den Schützengräben aus und definierten unsere Ansicht vom Krieg, von der Fotografie und der Dokumentation neu.









