Immer wieder war die Natur eine wichtige Inspiration für Juweliere bei der Gestaltung von Schmuckstücken, und zwar nicht nur die Flora sondern auch die Fauna. So liebte die Epoche des Jugendstils beispielsweise filigrane Schmetterlinge und Libellen ganz besonders und Schlangen tauchten seit der Antike immer wieder auf. Als die Herzogin von Windsor von ihrem Göttergatten 1948 jedoch eine Leoparden-Brosche von Cartier geschenkt bekam, der in den Folgejahren noch weitere passende Schmuckstücke folgten, schient das der Auslöser für einen Trend gewesen zu sein, der in den nächsten beiden Jahrzehnten Stars und Modeikonen begeisterte.
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Weniger mondän, dafür aber umso bezaubernder, waren die Clips in Form verschiedener Tiere, die Van Cleef & Arpels 1954 in seiner Pariser Boutique am Place Vendôme lancierte. Gefertigt aus Gelbgold und edlen Steinen, waren die Clips Teil einer Kampagne für erschwinglicheren Schmuck, der aber dennoch die modebewussten Damen Hollywoods und der High Society ansprach. Eifrige Sammlerinnen waren etwa Jackie Kennedy und Grace Kelly. Letztere bekam von ihrem Frischangetrauten, Fürst Rainier III., 1956 ein Schmuckensemble aus Perlen und Diamanten von Van Cleef & Arpels zur Hochzeit geschenkt. Anschließend wurde der Juwelier zum offiziellen Hoflieferanten des Fürstentums Monaco ernannt.

Ein weiteres und besonders wertvolles Geschenk, das Grace Kelly zu ihrer Hochzeit geschenkt bekam, war ein Pudel, den Schauspieler Cary Grant seiner Kollegin und zukünftigen Fürstin überreichte. 1958 kam ein weiterer Pudel hinzu, der jedoch aus Platin und Diamanten bestand und am Revers getragen wurde. Das bezaubernde Schmuckstück stammte allerdings von Cartier, ebenso ein weitere Brosche in Form eines Huhns, dessen Körper aus einer Perle bestand. Fürstin Grace’ Lieblingsclip von Van Cleef & Arpels war ein gelbgoldenes Küken, besetzt mit Diamanen, Saphiren und Smaragden.
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In Italien, genauer gesagt in Mailand, machte Pierino Frascarolo in den 1960er Jahren mit seinem „animalischen“ Schmuck von sich reden. Frascarolo hatte sein Unternehmen bereits Ende der 1940er Jahre gegründet und wurde mit seinen der Fauna nachempfundenen Kreationen zu einem der bedeutendsten Juweliere auf diesem Gebiet. Von Eule und Hunde bis Leopard und Zebra: Frascarolo schuf farbenfrohe Stücke und Sets aus Gold, Edelsteinen und Emaille, die später in einem weiteren Geschäft in New York verkauft wurden. Leider schloss das Unternehmen bereits 1976 seine Tore, als Pierino Frascarolo im Alter von nur 48 Jahren starb.

Etwa zur gleichen Zeit wie Pierino in Mailand eröffnete der amerikanische Juwelier David Webb sein Geschäft in New York und entwickelte sich zu einem der besten Schmuckkünstler des Landes. Auch Webb erkannte den Trend der Zeit und schuf ab 1957 Schmuck in Tierform. Das erste Stück war ein Armreif und diese Zierde für das Handgelenk bildete fortan das Herzstück von Webbs Tierreich, das Frösche, Affen und Schlangen genauso umfasste wie Zebras (die Maskottchen des Hauses) und sämtliche Großkatzen. Die Armreifen weisen jeweils einen oder zwei Köpfe der entsprechende Spezies auf und sind noch immer ein echter Hingucker – werden allerdings öfter mit den Kreationen von Frascarolo verwechselt.
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Die tier- und schmuckliebende Elizabeth Taylor besaß mehr als nur ein Armband von David Webb, wobei es ihr der Löwe bzw. die Löwin besonders angetan hatten. Taylors herrlicher David Webb-Armreif aus Gelbgold, Platin und Koralle, besetzt mit Smaragden und Diamanten, erzielte 2011 bei der Versteigerung der Schmucksammlung der Schauspielikone 218.500 US-Dollar.




