10 Ergebnisse dieser sommerlichen Reisefreudigkeit haben wir für Sie einmal zusammengestellt.
Conrad Felixmüller, Ma bonne l’onde, 1926

1926 reiste Expressionist Conrad Felixmüller gemeinsam mit seiner Frau Londa für einen längeren Aufenthalt an die französische Riviera. Offensichtlich angetan von Londas im Licht der untergehenden Sonne beleuchteten Kurven, griff der Künstler zum Pinsel und nannte das Werk dann Ma bonne l’onde – ein Wortspiel, das sich sowohl auf Londas Namen, als auch auf das französische Wort für Welle bezieht.
David Hockney, Beach Umbrella, 1971

Bei David Hockney und Sommer fallen einem als erstes seine Swimmingpool-Bilder ein. Doch auch sein Gemälde eines Sonnenschirms am Strand, ebenfalls an der Côte d’Azur entstanden, verströmt Sommergefühle pur. Auch wenn er einsam wirkt, so hat dieser Schirm doch zahlreiche Kollegen, die ihm an den Stränden des Mittelmeeres Gesellschaft leisten und den sonnenhungrigen Touristen etwas Schatten spenden.
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Max Liebermann, Terrasse des Restaurants Jacob in Nienstedten an der Elbe, 1902

Im Sommer 1902 zog Max Liebermann auf Einladung des Direktors der Hamburger Kunsthalle in das Hotel Jacobi an der Elbchaussee. Vorgesehen war, das er Motive der Hansestadt malen sollte, doch ein Anblick, der es ihm besonders angetan hatte, fand er direkt vor den Türen auf der Hotelterrasse. Das Ergebnis, in dem Liebermanns berühmte „Sonnenflecken“ natürlich nicht fehlen durften, ist heute eines seiner bekanntesten Werke.
Anders Zorn, Sommar, 1887

Nachdem sie im Oktober 1885 geheiratet hatten, gingen der schwedische Maler Anders Zorn und seine frischangetraute Frau Emma auf Hochzeitsreise durch Osteuropa und in die Türkei. Im Sommer 1886 kehrten sie nach Schweden zurück und verbrachten einige Zeit bei Emmas Familie auf der Stockholm vorgelagerten Insel Dalarö, bevor sie ihr gemeinsames Leben im Städtchen Mora in Dalarna begannen.
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Paul Signac, Portrieux. La Comtesse, 1888

Keine andere Stilrichtung scheint besser geeignet, das flirrende Licht der Sommersonne wiederzugeben, als der Pointillismus. 1888 verbrachte Paul Signac, einer der Begründer dieser divisionistischen Malweise, den Sommer im bretonischen Küstenort Portrieux, wo er Motive für fünfzehn Ölgemälde fand. Eines davon gewährt einen Blick auf die dem örtlichen Badestrand vorgelagerte kleine Insel La Comtesse.
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John Singer Sargent, Staircase in Capri, 1878

Dieses Werk von John Singer Sargent zeigt keine atemberaubende Aussicht auf das Meer oder ein paar Badenixen, dafür erscheint der dargestellte Treppenaufgang auf der Insel Capri zum greifen nah. Spüren sie nicht auch den kühlenden Schatten zwischen den weißgetünchten Häusern, der einen Moment der Erholung vor den kräftigen Strahlen der Sonne gewährt?
Winslow Homer, Children on the Beach, 1873

1873 verbrachte Winslow Homer den Sommer im damals bedeutenden Fischerort Gloucester in seinem Heimatbundesstaat Massachusetts. In jenem Sommer stellten sich die Weichen für Homers zukünftige Karriere als Künstler, indem sich der Autodidakt ernsthaft mit dem Einfluss und der Darstellung von Licht und Farben auseinandersetzte.
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Yayoi Kusama, Watermelon, 1984

Lust auf eine Erfrischung? Eine gekühlte Wassermelone ist da genau das Richtige. Praktischerweise hat Yayoi Kusama der bootsförmigen Scheibe einer solchen Frucht in diesem Acrylgemälde von 1984 das Besteck schon bereitgelegt. Kusama erschuf ein Stillleben aus verschieden Mustern, wobei die roten Punkte des Fruchtfleischs an ihre berühmten Polka Dots erinnern.
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Édouard Manet, Das Frühstück im Grünen, 1863

1863 sorgte Éduard Manet für einen Skandal, als er sein Frühstück im Grünen im Salon des Refusés, der Ausstellung der vom offiziellen Pariser Salon abgelehnten Werke, präsentierte. Es zeigte neben zwei vollständig bekleideten Herren eine nackte Dame, bei der es sich in diesem Kontext nur um eine Dame der Halbwelt handeln konnte. Ob man dabei nackt sein muss, sei dahingestellt, Lust auf ein Picknick in der Natur macht das skandalöse Werk allemal.
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Edward Cucuel, Zwei sitzende Mädchen am Starnberger See, nach 1918

Der amerikanische Maler Edward Cucuel hatte in San Francisco, Paris und New York gelebt und war durch Europa, Nordafrika und bis nach Fernost gereist. Doch waren es die bayerischen Voralpenseen, die sein Interesse dauerhaft fesseln konnten, zuerst der Chiemsee, dann der Ammersee und schließlich der Starnberger See, wo er häufig in luftige Kleider gehüllte junge Damen vor sonnenbeschienener Kulisse malte.




