In dem Moment, in dem ich ihre Farbfotografien sah, wusste ich, dass Bazaar endlich so aussehen würde, wie ich es instinktiv schon immer gewollt hatte.
Die Fotografin Louise Dahl-Wolfe, 1895 in San Francisco als Tochter norwegischer Einwanderer geboren, ist vor allem berühmt für ihre Arbeiten, die sie für das Modemagazin Harper's Bazaar zwischen 1936 und 1958 ausführte. Während jener 20 Jahre entwickelte sie das, was als "environmental fashion photography" bekannt wurde, was bedeutet, dass sie die Models in einer Umgebung außerhalb der Räume des Modehauses fotografierte.

Außenaufnahmen wurden zu ihrem Markenzeichen, exotische Destinationen wie Südamerika, Kuba, Afrika oder Marokko zum meistens angesteuerten Setting. Ihr Ehemann, Meyer Wolfe, war Bildhauer und kreierte oft die Kulissen und Objekte für ihre Fotografien.

Louise Dahl-Wolfe studierte Design bei Rudolph Schaffer und Malerei bei Frank Van Sloan am San Francisco Institute of Art, doch auch Zeichnen, Anatomie und figurative Komposition standen auf ihrem Stundenplan. Anschließend begann sie, Design, Dekoration und Architektur der Columbia University in New York zu studieren. Mit Frauen als Hauptinspirationsquelle entdeckte sie schon früh die Fotografien von Anne Brigman für sich, während sie sich noch mit der Malerei auseinandersetzte. Ihr Interesse wechselte jedoch mehr und mehr in den Bereich der Fotografie zu wechseln und begann damit, Aufnahmen von sich selbst zu machen.
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Dahl-Wolfe fotografierte nicht nur Modelle, sondern schuf auch Porträts von literarischen Größen, Modeschöpfer und Hollywoodstars. In ihrem Portfolio befinden sich Aufnahmen von Mae West, Cecil Beaton, Eudora Welty, W.H. Auden, Christopher Isherwood, Orson Welles, Carson McCullers, Edward Hopper, Colette, Josephine Baker, Bette Davis und Vivien Leigh. Ihr Lieblingsfotomodell, das auf mehreren ihrer Aufnahmen zu sehen ist, war das amerikanische Fotomodell Mary Jane Russell.
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Mit ihren Fotografien wollte sie ein neues Bild der modernen Frau schaffen, die sich unabhängig in der sich wandelnden Welt der Nachkriegszeit bewegt.
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Zwischen 1933 und 1960 hatte Louise ihr eigenes Studio in New York, wo sie Aufträge für Geschäfte wie Bonwit Teller und Saks Fifth Avenue annahm und bei Harper's Bazaar als Modefotografin arbeitete.

Louise Dahl-Wolfe hat mit ihren Fotografien nicht nur die Darstellung der Frau und der Mode verändert. Sie brillierte mit ihrer Präzision und Technik der Farben auch in den frühen Tagen der Farbfotografie.
"In dem Moment, in dem ich ihre Farbfotografien sah, wusste ich, dass Bazaar endlich so aussehen würde, wie ich es instinktiv schon immer gewollt hatte", sagte Carmel Snow, die während Louises Zeit bei Harper's Bazaar Chefredakteurin des Magazins gewesen war.
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Mit ihrer innovativen Modefotografie hat sie Fotografen wie Irving Penn, Horst P. Horst und Richard Avedon inspiriert. 1950 wurde sie von der der Zeitschrift Foto zu einer der "America's Outstanding Woman Photographers" gewählt. Nach 1958 arbeitete sie als freischaffende Fotografin unter anderem für Vogue und Sports Illustrated. Sie starb 1989 im Alter von 94 Jahren, in Allendale, New Jersey.
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Aktualisierte Version eines Artikels vom 1. Dezember 2017









