Ende November stand im Auktionshaus Lempertz in Köln Moderne und Zeitgenössische Kunst auf dem Programm. Besonders viele Highlights hatte der Evening Sale am 29. November zu bieten.

Das absolute Highlight der Auktion war das Gemälde Mer agitée à Pourville von Claude Monet, bei dem es sich um die einzige winterliche Variante der Küstenbilder des berühmten Impressionisten handelt. Ursprünglich von diesem wohl direkt an den Pariser Händler Paul Durand-Ruel verkauft, erreichte das auf 3-4 Millionen Euro geschätzte Werk die Auktion aus einer amerikanischen Privatsammlung. Nun erhielt ein Telefonbieter den Zuschlag für 3.516.000 Euro (inkl. Aufgeld).
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Einen Auktionsrekord für eine plastische Arbeit von Oskar Schlemmer bedeuteten die 780.000 Euro (inkl. Aufgeld), die für Abstrakte Figur, Freiplastik G von 1921/23 gezahlt wurden. Der Schätzpreis für das bedeutende Werk hatte bei 300.000-500.000 Euro gelegen. Als besonders begehrt erwies sich Sam Francis’ Gouache und Aquarell Blue Drawn (SF60-1435), das zahlreiche internationale Telefonbieter anlockte. Geschätzt auf 30.000-40.000 Euro, wurde es schließlich für beeindruckende 100.800 Euro (inkl. Aufgeld) verkauft.
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Weitere erfreuliche Ergebnisse gab es für Grasende Kuh II von Ewald Mataré (138.600 Euro inkl. Aufgeld), Gerhard Richters Vorhang (403.200 Euro inkl. Aufgeld), Christos frühe Verhüllung Package on a table (Table empaquetée) (189.000 Euro inkl. Aufgeld) sowie Ives Kleins Victoire de Samothrace (132.200 Euro inkl. Aufgeld).
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Insgesamt erzielte die Offerte mit Moderner und Zeitgenössischer Kunst, die neben dem Evening Sale auch zwei Day Sales sowie eine der Fotografie gewidmete Auktion umfasste, über 12 Millionen Euro.
Bereits früher im Monat versteigerte Lempertz Alte Kunst und Kunsthandwerk sowie Uhren und Schmuck.

In der Schmuckofferte erwies sich eine Art Déco-Brosche mit bedeutendem Fancy vivid yellow-Altschliffdiamant von 7,98 ct als besonders begehrt, indem sie einen internationalen Bieterkrieg entfachte, der online und am Telefon ausgetragen wurde. Geschätzt auf 40.000-50.000 Euro, wurden für die Brosche schließlich 308.700 Euro (inkl. Aufgeld) auf den Tisch gelegt. Eine weitere schöne Preissteigerung gab es für einen mit Diamanten und zwei Orientperlen besetzten Broschanhänger von ca. 1880, der seinen Schätzpreis in Höhe von 4.000-6.000 Euro mit den erzielten 50.400 Euro (inkl. Aufgeld) weit hinter sich ließ. Zudem war ein seltener Art déco-Halsschmuck mit Onyx seinem Ersteigerer 41.580 Euro (inkl. Aufgeld) statt der geschätzten 12.000-15.000 Euro wert.
Insgesamt konnten die begehrten Lose der Schmuck- und Uhrenauktion 1,7 Millionen Euro erzielen.
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Die vielfältige Offerte mit Kunsthandwerk wurde von einem bedeutenden kleinen Arbeitstisch von David Roentgen angeführt, der das nur selten zu findende Monogramm des gefragten Ebenisten trägt. Bei einem solch außergewöhnlichen Stück war das Interesse natürlich hoch, sodass das Ergebnis schließlich 327.600 Euro (inkl. Aufgeld) lautete, womit der untere Schätzpreis (150.000-180.000 Euro) mehr als verdoppelt werden konnte.

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Ebenfalls als sehr begehrt erwiesen sich die 22 Lose mit Tafelsilber von Emil Lettré aus der Sammlung Estella und Ludwig Katzenellenbogen, die allesamt verkauft wurden und ein Gesamtergebnis von 270.000 Euro entgegen der Schätzung in Höhe von 120.000 Euro erzielten. Davon entfielen 42.840 Euro (inkl. Aufgeld) auf ein umfangreiches Besteck im Koffer.

In der Offerte mit Porzellan und Keramik konnte eine Fayence-Terrine mit ihrer naturalistischen Gestaltung in Form eines Salatkopfes begeistern. Das vermutlich unikale Stück wurde zwischen 1760 und 1780 in der Fayencemanufaktur Schrezheim gefertigt und kam aus einer rheinischen Privatsammlung in die Auktion. Geschätzt auf 8.000-10.000 Euro, war die außergewöhnliche Arbeit einem Interessenten 35.280 Euro (inkl. Aufgeld) wert.
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