Die 1960er Jahren waren gleichermaßen ein Jahrzehnt der Brüche als auch der Kontinuität. Amerikanische Ikonen wie Jackie Kennedy und Audrey Hepburn setzten weiterhin auf die elegante Silhouette der späten 1950er Jahre, während progressive Designer, allen voran Mary Quant, die Minirock-Mode befeuerten. Im „Swinging London“, in dem Persönlichkeiten wie die Beatles und Twiggy den Ton angaben, wurden verspielte und moderne Looks erfunden, die von der Pop Art und der Raumfahrt inspiriert waren, während das Ende des Jahrzehnts das Erwachen des Hippie-Lebensgefühls, das bis in die 1970er Jahre dauerte, erlebte.
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Es ist ein Muss für einen Artikel über die Mode der 1960er Jahre, sich mit dem Minirock-Phänomen auseinanderzusetzen. Als Mary Quant den Mini 1964 der Welt präsentierte, sorgte die super kurze Saumlänge mindestens für ein Stirnrunzeln. Doch präsentiert von britischen Models wie Jean Shrimpton und Twiggy, wurde der Mini schon bald weltweit populär.
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Später nahmen sich Designer wie Yves Saint Laurent des Minis an und verliehen ihm den letzten Schliff, sodass der kurze Rock bereits im Sommer von 1966 aus den Kleiderschränken nicht mehr wegzudenken war. Mit seinem modernen Geist revolutionierte Yves Saint Laurent, der im Alter von nur zwanzig Jahren zum Kreativdirektor bei Dior ernannt worden war, die Mode der 60er Jahre und kombinierte sie mit berühmten Kunstwerken, beispielsweise in seiner Mondrian-Show im Jahr 1965.
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Der Mini passte auch hervorragend zu dem von André Courrège entwickelten „Mod-Look“, der den Geist der „Modernisten“ des Swinging London aufgriff und deren Look von den Einkaufsstraßen auf den Laufsteg brachte. Er kehrte seinen zuvor für Balenciaga ausgeführten konservativen Designs den Rücken und griff mutige geometrische Muster aus leuchtenden Farben für seine aus PVC gefertigte Kleider auf, womit er seinen typischen „Space-Age-Look“ und eine futuristische Mode entwickelte. Auch war es Courrège, der die berühmten weißen „Go-go-Boots“ der 1960er und große Sonnenbrillen populär machte.
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Doch nicht nur die von Raumfahrt und Science-Fiction inspirierte Mode setzte auf mutige Farben und noch mutigere Muster. Sowohl in der Herren- als auch in der Damenmode machte sich der Einfluss von Andy Warhols Pop Art und Op-Art-Werken von Bridget Riley in den Entwürfen der damaligen Designer bemerkbar. Wer den Sommerlook dieser vibrierenden Dekade aufgreifen möchte, sollte also auf Kleider, Tops, Röcke und Shirts mit plakativen geometrischen Mustern und psychedelischen Farben setzen.
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Kommen wir nun noch einmal auf die überdimensionierten Sonnenbrillen zurück, ohne die ein 60er-Jahre-Look einfach nicht komplett ist. In jenem Jahrzehnt, das bekanntermaßen die erste Mondlandung erlebte, vollzog sich ein beständig fortschreitender wissenschaftlicher Prozess und eine zunehmende Popularität des Science-Fiction-Bereichs. Dies aufgreifend, entwarfen Modehäuser sogar „Astronauten-Sonnenbrillen“ mit Acetatfolie.
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Diese Brillen brachten den verspielten Stil der 60er auf den Punkt. Viele berühmte Persönlichkeiten trugen sie bereits sowohl auf der Leinwand als auch im echten Leben, bevor sie auch an den Stränden zum absoluten Must-have wurden.
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