Mit seinen Darstellungen gertenschlanker Frauen in modischen Kleidern, die für die Mode und den Lifestyle der 1920er Jahre von großer Bedeutung waren, schuf George Barbier eine neue Fusion von Mode und Kunstillustration.

Geboren in Jahr 1882, lebte George Barbier ab 1908 in Paris, wo er seine Liebe zur klassischen Antike mit Besuchen der Sammlungen des Louvre nährte. Seine Faszination für antike Artefakte, vor allem für die Figuren auf griechischen Vasen, hatte einen großen Einfluss auf seine Arbeit und seine Darstellung von Frauen und des menschlichen Körpers.

Seine erste Ausstellung in Paris fand 1911 statt und führte dazu, dass Barbier eine Gruppe mit Künstlern von der École des Beaux Arts gründete und leitete, die die Vogue liebevoll als „Les chevaliers du bracelet“ bezeichnete. Die Mitglieder dieses „Ritterordens“ waren weitere führende Modeillustratoren und Künstler wie Georges Lepape und Paul Irebe, die selbst Meister ihres Fachs waren und kühne Modeillustrationen schufen, wie man sie noch nie zuvor gesehen hatte. Die kühnen und stilisierenden Designs trugen zur Kreation der aufstrebenden Art-déco-Ästhetik bei und präsentierten Mode auf eine neue und aufregende Weise.
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Nach dem Ersten Weltkrieg wurde George Barbier Redakteur und Journalist bei einigen Pariser Zeitschriften wie La Vie Parisienne und schuf Illustrationen für viele weitere Modemagazine, Bücher und Journale. Nebenbei gründete er mit Falbalas und Fanfrelyches seine eigenen, dem Luxus gewidmeten Magazine, die es ihm ermöglichten, mit Farben zu experimentieren. Zu jener Zeit war er stark von den Ballets Russes beeinflusst und verwendete Schablonen, mit denen er seinen einzigartigen Stil fortsetzte.
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Die erstaunlichen und ikonischen Figuren Barbiers verkörperten das Modeideal der 1920er Jahre und seine Reputation verbreitete sich über den gesamten Globus, was unter anderem zu Werbeaufträgen von Cartier und Elizabeth Arden führte. Neben seiner Kunst schrieb er auch Essays über Mode und entwarf Theaterkostüme, Schmuck und Fächer. Als er 1932 mit nur 50 Jahren starb, war er einer der bekanntesten und meistgeachteten Künstler der Art-déco-Ära.
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![Gazette du Bon Ton. Art, modes & frivolités (Croquis de modes) [herausgegeben von Lucien Vogel]. Paris, Emile Lévy, November 1912-Juni 1914, Januar-Juni 1920. 23 Ausgaben in 4 Bänden. Foto © Sotheby's](https://images.prismic.io/barnebys/0e86ef30-d7d1-47aa-8b87-16c6f2e484f5_GazetteTitel.png?auto=compress,format)

