Mode ist vergänglich. Stil niemals.
Seit mehr als einem Jahrhundert verkörpert Chanel den Gipfel der französischen Mode, indem es zeitlosen Glamour mit zeitgenössischem Chic verbindet. Von der ikonischen gesteppten Handtasche bis zum Signature-Duft Chanel No. 5 – Chanel ist noch immer populär. Zu verdanken hat die Marke das der Vision ihrer Gründerin Coco Chanel.
Gabrielle "Coco" Chanel kam 1883 im Tal der Loire als Tochter einer Wäscherin und eines Hausierers zur Welt. Nachdem ihre Mutter gestorben war, wurde Gabrielle zur Erziehung in ein Konvent gegeben, wo ihre ersten Inspirationsquellen auf sie warteten: Sie lernte zu nähen und die Schlüsselketten der Nonnen sollen sie später zu ihren Handtaschen inspiriert haben.
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Wieder in die Welt entlassen, fand Gabrielle Arbeit als Näherin. Abends sang sie hin und wieder in einem Kabarett, wo sie angeblich ihren Spitznamen Coco erhielt. Obwohl ihr eine Karriere auf der Bühne vorschwebte, wurde sie die Mätresse eines reichen Erben, Étienne Balsan, der sie in die Welt des Luxus einführte. Während Coco mit Balsan zusammenlebten, begann sie Hüte zu entwerfen, die sie in einem 1909 eröffneten Geschäft verkaufte.

Doch sie verließ Balsan nach wenigen Jahren für dessen Freund Captain Arthur "Boy" Capel. Dessen Geld stattete ihre Wohnung in Paris aus sowie ein Geschäft in der dortigen Rue Cambon, mit dem Coco schon bald großen Erfolg hatte. Daher konnte sie 1913 eine zweite Boutique im mondänen Seebad Deauville an der Küste der Normandie eröffnen. Dort bot sie sportliche Mode für die moderne Frau mit lockeren Silhouetten an, die aus atmungsaktivem Baumwolljersey geschneidert war. Nachdem sie in einem weiteren Seebad, Biarritz, nahe der Grenze zu Spanien, eine dritte Boutique eröffnet hatte, war sie in der Lage, Capel die von ihm investierte Summe zurückzuzahlen.
Sogar während des Ersten Weltkriegs blieb Chanels Mode populär. 1915 schrieb Harper's Bazaar: "Die Frau, die nicht ein Teil von Chanel besitzt, ist hoffnungslos aus der Mode... In dieser Saison ist der Name Chanel in aller Munde". 1918 beschloss Coco Chanel, in die gehobene Damenmode einzusteigen und eröffnete als eingetragene Couturière ein neues Geschäft in der Rue Cambon Nr. 31. Zudem erweiterte sie ihr Repertoire um Schmuck und Parfum.
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1921 stellte sie ihren ikonischen Duft Chanel No. 5 vor, den sie nach ihrer Glückszahl benannte. Im frühen 20. Jahrhundert sagte ein Parfum viel über den sozialen Status einer Frau aus. Bestimmte Düfte waren Frauen von hoher gesellschaftlicher Stellung vorbehalten, während andere eine Frau als Prostituierte oder Mätresse zu erkennen gaben. Chanel schwebte ein Duft vor, der den Nachkriegsgeist der Frauen einfing, die nun eine bedeutendere Rolle in der Berufswelt spielten. Für den Flakon wählte sie ein schlichtes, maskulines Design, der von Whiskyflaschen inspiriert war. Zunächst wurde Chanel No. 5 jedoch nur exklusiv an eine Auswahl an Kunden verkauft.

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In den 1920er und 1930er Jahren bewegte sich Coco Chanel in der Welt der europäischen Highsociety und wurde als führende französische Designern betrachtet. Ihr ikonischer Stil widerspiegelte die Entwicklung des modernen femininen Stils mit eckigen Silhouetten, kurzen Röcken, maritimer Tageskleidung und mondänen Wollkostümen. Ihre Haute Couture-Entwürfe führten den Flapper-Stil auf eine neue Ebene und erweiterten ihn um glamouröse Abendkleider, die mit funkelnden Details verzauberten.

Die Frau, die nicht ein Teil von Chanel besitzt, ist hoffnungslos aus der Mode... In dieser Saison ist der Name Chanel in aller Munde.
Mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs sollte Chanels Dasein an der Spitze der Pariser Modewelt jedoch zum Erliegen kommen. Sie schloss die Tore ihres Geschäfts in der Rue Cambon und zog mit ihrem Lebensgefährten, einem Nazi-Agenten, ins Hotel Ritz. Aufgrund dieser Verbindung wurde Coco Chanel nach Ende des Krieges des Landes verwiesen und verbrachte acht Jahre in der Schweiz. Ihrem Freund Winston Churchill verdankte sie es, nach Paris zurückkehren zu dürfen. Dort fand sie das Modekarussell bereits wieder in vollem Gange vor, mit Christian Diors New Look, der mit weiten Röcken und schmalen Taillen kokettierte.
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Um ihre eigene Marke wiederzubeleben, stellte Chanel im Februar 1955 ihre ikonische Handtasche 2.55 vor. Die gesteppte Tasche mit langer Kette, die sozusagen die Hände ihrer Trägerinnen befreite, war ein augenblicklicher Erfolg und wurde zum Symbol der modernen Frau. In den 1950er und 1960er Jahren fuhr Coco Chanel damit fort, die berühmten Markenzeichen ihrer Designs weiterzuentwickeln: lange Perlenketten, Wollkostüme, Parfums, Handtaschen und vieles mehr.

Coco Chanel starb 1971 im Hotel Ritz, wo sie seit vielen Jahren residierte. Nach ihrem Tod setzte die Marke Chanel Staub an – eine Phase, die 1983 endete, als Karl Lagerfeld, der zuvor bereits für Balmain und Chloé gearbeitet hatte, für frischen Wind sorgte, dabei den ursprünglichen Chic und die Vision von Coco Chanel nie aus den Augen verlor. Lagerfeld ergänzte das Repertoire der Chanel-Symbole um die beiden ineinander verschlungenen C's.
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Heute ist Chanel eine der begehrtesten Marken der Welt – auch bei Barnebys. Von den frühen Jahren in einem Pariser Hutgeschäft bis hin zu dem internationalen Modeimperium blieb Cocos Konzept eines modernen femininen Stils, der auf Komfort und Raffinesse basierte, als roter Faden stets erhalten.
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