Wer ein Werk von Max Beckmann versteigern lassen möchte, der ist bei Grisebach an genau der richtigen Adresse. Nachdem das Berliner Auktionshaus 2018 mit dem geheimnisvollen Gemälde Weiblicher Kopf in Blau und Grau (Die Ägypterin) einen neuen deutschen Auktionsrekord aufgestellt hatte (verkauft für 5.530.000 Euro inkl. Aufgeld), konnte es diesen Triumph im Dezember 2022 sogar noch überbieten und Beckmanns Selbstbildnis gelb-rosa für herausragende 23.225.000 Euro (inkl. Aufgeld) versteigern.

Auch in den diesjährigen Winterauktionen von Grisebach kamen in der Offerte „Ausgewählte Werke“ erneut Spitzenwerke von Max Beckmann zum Aufruf, allen voran Quappi mit grünem Sonnenschirm aus dem Jahr 1938, eines der vielen Bildnisse, die Beckmann von seiner geliebten Frau Mathilde, genannt Quappi, gemalt hat. Zweifellos eines des besten Porträts dieser Reihe, zog das auf 4-6 Millionen Euro geschätzte Werk Bieter aus aller Welt an. Schließlich konnte sich ein Privatsammler aus Niedersachsen, der online mitgeboten hatte, gegen die Konkurrenz aus der Schweiz und den USA durchsetzen. Die erzielten 5.398.000 Euro (inkl. Aufgeld) bedeuten nicht nur einen neuen Rekordpreis für ein Porträt von Quappi, sondern sind auch die höchste Summe, die bislang in Deutschland bei einer Auktion online platziert wurde.
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In eine Berliner Privatsammlung ging das ebenfalls international umkämpfte Stillleben mit Orchideen und Birnen. Das Gemälde von 1946, das sich bis zu Quappi Beckmanns Tod im Jahre 1986 in deren Besitz befunden hatte, wurde für 1.758.000 Euro (inkl. Aufgeld) verkauft.
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Allgemein hatten deutsche Sammler bei vielen Highlights der Offerte die Nase vorn, so etwa bei Georg Baselitz‘ großformatigem Ölgemälde Schön gelb von 2009, das mit den erzielten 889.000 Euro (inkl. Aufgeld) seine Schätzung in Höhe von 450.000-650.000 Euro übertraf, oder auch die vielbebotene Büste der Knienden (Geneigter Frauenkopf) von Wilhelm Lehmbruck, die für 457.200 Euro (inkl. Aufgeld) nach Süddeutschland ging. Ein weiterer deutscher Privatsammler konnte sich am Telefon gegen vier Konkurrenten durchsetzen und Günther Ueckers Nagelbild SPIRALE für 400.050 Euro (inkl. Aufgeld) erwerben.

Henri Manguins Jeanne près du pigeonnier de la ville Demière à Saint-Tropez von 1905 ging zwar, international beboten, in den Schweizer Handel, jedoch bedeuteten die erzielten 419.100 Euro (inkl. Aufgeld) einen neuen Auktionsrekord für den französischen Maler aus dem Kreis der Fauves auf dem deutschen Auktionsmarkt.
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Einen Weltrekord hatte die Auktion schließlich auch noch zu bieten, dem ein weiteres Bietergefecht vorausgegangen war. Mühlental von Amalfi war erst vor Kurzem an die Erben seines Schöpfers, des Landschaftsmalers Carl Blechen, restituiert worden. Aufgerufen mit einer Schätzung in Höhe von 100.000-150.000 Euro, konnte es diese mit den erzielten 431.800 Euro (inkl. Aufgeld) verdreifachen und wird nun eine hessische Privatsammlung ergänzen.
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Daniel von Schacky, Sprecher der Geschäftsführung und Partner bei Grisebach, zeigte sich zufrieden: „Grisebachs globale Vernetzung und unser exzellenter Ruf haben selbst in unruhigen Zeiten Spitzenergebnisse für unsere Einlieferer sowohl in der zeitgenössischen Kunst als auch der Klassischen Moderne erzielt. Ich erwarte eine noch stärkere Nachfrage nach Meisterwerken im Kunstmarkt 2025.“
Das Auktionsjahr 2024 kann Grisebach mit einem Gesamtumsatz von mehr als 40 Millionen Euro abschließen.
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