Vogue ist ein äußerst einflussreiches Mode- und Lifestyle-Magazin, das es seit mehr als 130 Jahren gibt. Im Laufe der Jahre hat Vogue nicht nur die Mode, sondern auch breitere kulturelle Trends maßgeblich mitgeprägt. Der Mix aus Lifestyle, Beauty, Mode und Kultur garantiert eine globale Reichweite, die sich als Reaktion auf sich verändernde Medien- und Modelandschaften ständig weiterentwickelt.
Gründung von Vogue
Über Arthur Turnure, der Vogue 1892 als wöchentliche Publikation in den USA gegründet hatte, ist nur wenig bekannt. Mit dem Ziel, Debütantinnen und reiche Amerikaner mit Mode, Gesellschaftsgeschichten und dem Fokus auf die "schöne Seite des Lebens" zu erreichen, hätte sich Turnure vermutlich nicht vorstellen können, dass sein Modemagazin fast 130 Jahre später das bekannteste und einflussreichste der Welt sein würde. Auch wenn es heute vor allem ein Frauenmagazin ist (nur zehn Männer zierten jemals das Titelblatt), befasste sich Vogue in den Anfangsjahren mit Sport und gesellschaftlichen Themen, um auch ein männliches Publikum anzusprechen.
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Eigentum von Condé Nast
Erst 1905 begann Vogue wirklich aufzublühen, nachdem Condé Nast die Zeitschrift gekauft hatte. Unter ihrem neuen Eigentümer begann Vogue den Schwerpunkt auf Mode zu legen und wurde zu einem monatlichen Magazin. Eine der bemerkenswertesten Figuren in der frühen Geschichte von Vogue war Edna Woolman Chase, die von 1914 bis 1952 die Position der Chefredakteurin des Magazins bekleidete. Sie spielte eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der Identität von Vogue als Modeautorität.
Vogues globale Expansion
Zunächst erschien in Großbritannien die amerikanische Vogue, bevor dort im Jahr 1916 unter der Leitung der britischen Modedesignerin Elspeth Champcommunal eine eigene Ausgabe an den Start ging, die sich trotz des Krieges gut verkaufte. Kurz danach wurden weitere länderspezifische Versionen in Spanien und Italien und 1920 schließlich in Frankreich gegründet. Die französische Vogue kam in Paris gut an, wo es bereits einen florierenden Markt für Zeitschriften gab, dem die künstlerische Elite regelmäßig etwas beisteuerte.
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Die kulturelle Relevanz von Vogue
Trotz der Weltwirtschaftskrise und des Zweiten Weltkriegs, nahm die Zahl der Vogue-Abonnenten stetig zu und Ausgaben, wie die Oktoberausgabe der französischen Vogue von 1944 widerspiegelte die Gefühle jener Ära (in dieser Ausgabe würdigte das Magazin die Not, mit der Pariser und Vogue-Mitarbeiter unter der deutschen Besatzung zu kämpfen hatten).
Das zurückhaltende Titelbild der Dezemberausgabe 1947, das die Hochzeit der zukünftigen Elizabeth II. mit Prinz Philip feierte, reflektierte auch die Gefühle der Nachkriegszeit, da Elizabeth Lebensmittelmarken verwenden musste, um den Stoff für ihr Kleid zu bezahlen.
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Im Laufe ihrer Geschichte haben die Titelblätter von Vogue immer wieder den Zeitgeist widergespiegelt und eingefangen, mit vielen kulturell bedeutsamen Momenten, die das Magazin im Laufe der Jahrzehnte zu einem kulturellen Prüfstein gemacht haben.
Die Fotografen
Als die Beliebtheit von Modeillustrationen abnahm, trug Vogue dazu bei, dass fotografische statt illustrierte Cover an Popularität gewannen. Die Arbeiten von Fotografen wie Irving Penn, Richard Avedon und Helmut Newton trugen zum Ruf von Vogue als führende Modezeitschrift bei. Zu den weiteren berühmten Fotografen gehört David Bailey, der im Februar 1961 sein erstes Coverfoto beisteuerte, dem 28 weitere folgen sollten, darunter das ikonische Cover mit Donyale Luna, dem ersten afroamerikanischen Model, das auf dem Cover des Magazins zu sehen war.
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Ein weiterer bekannter und wiederholter Cover-Fotograf von Vogue war Patrick Demarchelier. Seine Porträtaufnahme von Prinzessin Diana war es, die nach deren Tod auf der Gedenkausgabe zu sehen war.
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Die Titelseiten mit dem ikonischen Schriftzug „Vogue“ sind mittlerweile auf der ganzen Welt bekannt und Top-Modefotografen reißen sich darum, für das berühmte Magazin fotografieren zu dürfen.
Die Models
Nicht weniger wichtig als die Fotografen sind natürlich die Models. Die Ernennung von Diana Vreeland als Chefredakteurin der amerikanischen Vogue in den 1960er Jahren trug dazu bei, dass ein Vogue-Cover zum höchsten Ziel der meisten Models wurde. Anstatt sich nur auf die "Elite" der Modewelt zu konzentrieren, setzen Vreeland und Vogue zeitgenössische Mode in Szene und schrieben über die "sexuelle Revolution" der 1960er Jahre. Dies führte dazu, dass Jean Shrimpton, Twiggy und Suzy Parker regelmäßig das Titelblatt zierten und so zu Ikonen jener Dekade wurden.

Die Chefredakteure
1988 übernahm dann Anna Wintour das Ruder bei der amerikanischen Vogue. Davor hatte das neue Elle-Magazin die Bühne betreten und Condé Nast machte sich Sorgen, dass Vogue angestaubt und "beige" wirken könnte. Mit der Ernennung von Anna Wintour brach ein neues Zeitalter für das Magazin an, was sie mit ihrem ersten Cover hervorhob, indem sie den Fokus ihrer Vorgänger bezüglich der Darstellung der Frau veränderte und auf Ganzkörperaufnahmen der Models mit den Kleidern setzte.
Wintour wollte sich auf Mode konzentrieren, die für jedermann zugänglich ist, und erweitert die Attraktivität von Vogue auch heute noch, indem sie prominente Coverstars, interessante Artikel und die neuesten Modetrends präsentiert.

Weitere wichtige Chefredakteure waren Grace Mirabella (Chefredakteurin von Vogue USA von 1971 bis 1988), die Vogue einen zugänglicheren und verständlicheren Stil verlieh; Alexandra Shulman (Chefredakteurin der britischen Vogue von 1992 bis 2017), deren lange Tätigkeit bei der britischen Vogue es ihr ermöglichte, die Publikation durch bedeutende kulturelle Veränderungen zu steuern; Franca Sozzani (Chefredakteurin von Vogue Italy von 1988 bis zu ihrem Tod im Jahr 2016), bekannt für ihre künstlerische und zum Nachdenken anregende Herangehensweise an die Modefotografie; und Edward Enninful (Chefredakteur der britischen Vogue von 2017 bis 2023), der als erster Mann und erste schwarze Person Geschichte schrieb, indem er die renommierte Publikation leitete.
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Im Juni schockierte die Nachricht, dass Edward Enninful als Chef der britischen Vogue zurücktreten würde, die Modewelt. Kürzlich wurde bekannt gegeben, dass Chioma Nnadi, die in London geborene Herausgeberin der US-Website von Vogue, ihn ersetzen wird.
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Aktualisierte Version eines Artikels vom 30. April 2021



