An neun kann man auf der TEFAF im Maastricht Exhibition & Conference Center so ziemlich alles bewundern, was die Kunstwelt zu bieten hat: Alte Meister und Antiquitäten, Schmuck und Fotografie, Design des 20. Jahrhunderts sowie moderne und zeitgenössische Kunst.

So war es natürlich auch im Jahr 2017, als Barnebys-Mitgründer Pontus Silfverstolpe über die TEFAF Maastricht flanierte und die Messe in folgende Video vorstellte:
"Die TEFAF Maastricht gilt als die weltweit führende Messe für Kunst und Antiquitäten. Sie ist eine exzeptionelle Ausstellung, die mit Kunstwerken aus mehreren Jahrtausenden Sammler und Experten aus aller Welt anzieht. Hier ist alles unter einem Dach versammelt", sagt Pontus Silfverstolpe.
Auf der diesjährigen TEFAF versammeln sich 280 Kunst- und Antiquitätenhändler aus 20 Ländern. Auch aus deutschsprachigem Gebiet reisen zahlreichen Galerien und Händler an, darunter Ludorff (Düsseldorf), Le Claire Kunst (Hamburg), W&K-Wienerroither & Kohlbacher (Wien), Galerie von Vertes (Zürich), Daxer & Marschall Kunsthandel (München), Beck & Eggeling International Fine Art (Düsseldorf), Galerie Utermann (Dortmund), Galerie Haas (Zürich), die Werke von Gerhard Richter, Ernst Wilhelm Nay, Paula Modersohn-Becker, Hans Arp, Serge Poliakoff, Franz West, George Grosz, Egon Schiele, Gustav Klimt, Günter Brus, Lovis Corinth, Paul Klee, Emil Nolde, Otto Mueller, Max Beckmann, Alexej von Jawlensky, John Chamberlain, Roy Lichtenstein, Antoine-Jean Gros, Max Liebermann und Alberto Giacometti im Gepäck haben.
Barnebys' Heimatland Schweden ist im Jahr 2020 mit drei Händlern auf der TEFAF Maastricht vertreten: Modernity, Jacksons und Åmells Konsthandel, die Design des 20. Jahrhunderts sowie Kunst aus fünf Jahrhunderten im Angebot haben. "Es ist wirklich unglaublich, dass aus Schweden gleich drei Händler auf der Messe sind. Der Wettbewerb ist dort so hart und die Wartezeit beträgt oft mehrere Jahre, wenn es einem Unternehmen überhaupt gelingt, von der streng prüfenden Jury akzeptiert zu werden", erklärt Silfverstolpe.

Eines der Highlights der diesjährigen TEFAF Maastricht ist die Anglesey Tiara am Stand des Londoner Juwelenspezialisten Hancock. Das spätviktorianische Diadem aus den 1890er Jahren kann auch als Kette getragen werden. 1937 zierte sie das Haupt der britischen Autorin Marjorie Paget, Marchioness of Anglesey (1883-1946) bei den Krönungsfeierlichkeiten König Georges' VI. Später wurde Paget mit ihrem Diadem vom weltberühmten Fotografen Cecil Beaton für die Vogue abgelichtet.
Was 2019 auf der TEFAF Maastricht los war, können Sie hier nachlesen.

Des Weiteren sollten Besucher ihr Augenmerk auf eine Arbeit von Theo van Doesburg (1883-1931) richten. Der niederländische Künstler gehörte zu den Gründern der Gruppe De Stijl, der auch Piet Mondrian angehörte. Die Bewegung setzte u.a. auf die Verwendung der Primärfarben sowie horizontale und vertikale Linien. Am Stand der Galerie Gmurzynska wird ein Farbentwurf van Doesburgs für die Neugestaltung des Cafés Ciné-dancing im Straßburger Kultur- und Vergnügungszentrum Aubette gezeigt.

Den Auftrag zur Neuausstattung erhielt Theo van Doesberg gemeinsam mit Sophie Taeuber-Arp und Jean Arp in den 1920er Jahren, als die ursprüngliche Wache renoviert und einem neuen Zweck zugeführt wurde. Das Projekt wurde zu einem bekanntesten von De Stijl. Gemeinsam mit andren Teilen des Gebäudes und seiner Ausstattung, steht der Saal heute unter Denkmalschutz.

Der ungarische Architekt Oskar Kaufmann (1873-1956) war vor allem im frühen 20. Jahrhundert in Berlin aktiv. 1917 erhielt er einen Auftrag für den Entwurf einer Villa in Breslau. Der französische Spezialist für Design des 20. Jahrhunderts, Galerie Eric Philippe, zeigt ein Paar vergoldete rote Glaslampen aus der Breslauer Villa. Oskar Kaufmann zählte übrigens auch zu den Lieblingsdesignern von Karl Lagerfeld.

Die Londoner Omer Tiroche Gallery hat neben Werken von Lucian Freud, Yayoi Kusama und Marc Chagall auch self porträt der österreichischen Malerin Maria Lassnig (1919-2014) dabei. Das 1962 mit schwarzer Kreide und Gouache auf Papier ausgeführte Selbstbildnis war 2017 im Wiener Dorotheum für 87.500 Euro (inkl. Aufgeld) verkauft worden.
Die TEFAF Maastricht 2020 findet vom 7.-15. März statt. Tickets gibt es hier.




