„In aller Munde sein“ beschreibt auf zutreffende Weise den Zustand der Berühmtheit einer Person und passt auch hervorragend zum Thema der folgenden Liste. Die Onlineenzyklopädie Wikipedia ist seit 2001 eine beliebte Anlaufstelle, wenn man schnell Informationen zu den unterschiedlichsten Themen haben möchte. 339 aktive Sprachversionen existieren, von der umfangreichsten englischsprachigen Wikipedia mit rund 6,9 Millionen Artikeln, bis hin zur Version in Cree, einer Angolkin-Sprache, die in Kanada und Montana gesprochen wird und die es aktuell auf 12 Artikel bringt.
Wir haben einmal nachgeschaut, welche Künstler und welche Künstlerin (so viel sei an dieser Stelle bereits verraten) in den verschiedenen Sprachversionen am häufigsten mit einem eigenen Artikel geehrt wurden.
20. William Blake (100 Sprachen)
Während Sandro Botticelli und Édouard Manet den Einzug in diese Top 20 knapp verpasst haben, ist auf dem 20. Platz ein Name zu finden, mit dem man vielleicht nicht gerechnet hat: William Blake, der sich neben der Malerei vor allem als Dichter hervortat. Blakes geschriebenes und gemaltes Œuvre inspirierte bereits zahllose Künstler der unterschiedlichsten Gattungen, vom Schriftsteller bis zum Filmregisseur.
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20. Donatello (100 Sprachen)
Um 1430 schuf Donatello mit seinem David den ersten männlichen Akt in Vollansicht und Lebensgröße seit der Antike, inklusive Kontrapost. Die Bronzeplastik ist das berühmteste Werk des Vertreters der Frührenaissance in Florenz und Namenspate des David di Donatello, des bedeutendsten Filmpreises Italiens.
19. Edvard Munch (102 Sprachen)
Auch wenn Edvard Munchs Gesamtwerk als absolut faszinierend und wegweisend einzustufen ist, so ist es doch sein berühmter Schrei, der Weltruhm erlangt hat und zu einer Ikone der Popkultur geworden ist. Vier Versionen gibt es, von denen zwei 1994 bzw. 2004 aus ihren jeweiligen Museen gestohlen wurden (jedoch zurückkehrten) und eine weitere 2012 zum bis dato teuersten Kunstwerk der Auktionsgeschichte wurde.
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18. El Greco (105 Sprachen)
Der auf Kreta geborene Domenikos Theotokopoulos, der in Spanien, wo er den Großteil seines Lebens gebrachte, den Namen El Greco erhielt, pflegte eine ganz eigene Auslegung der manieristischen Malerei. Nachdem er nach seinem Tod schnell in Vergessenheit geraten war, waren es vor allem Künstler der Moderne, die ihn und seinen Stil wiederentdeckten.
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17. Jan Vermeer (107 Sprachen)
Der niederländische Barockmaler Jan Vermeer verdankt seine heutige Popularität vor allem seinem Gemälde Das Mädchen mit dem Perlenohrring, das durch einen Roman und dessen Verfilmung mit Scarlett Johansson in der Hauptrolle verstärkt in den Fokus rückte.
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16. Paul Gauguin (111 Sprachen)
Paul Gauguin gehört dem illustren Kreis jener Maler an, deren Werke auf dem Kunstmarkt mehr als 100 Millionen Euro erzielen konnten. Besonders beliebt sind seine Gemälde, die er in der in Französisch-Polynesien malte, wo er ab 1891 – mit Unterbrechung – bis zu seinem Tod lebte.
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15. Paul Cézanne (112 Sprachen)
Die Bedeutung der Kunst Paul Cézannes wurde zu dessen Lebzeiten von nur einem eher kleinen Kreis progressiver Maler und Kritiker erkannt. Doch nach seinem Tod, wurde Cézannes Werk von einer neuen Künstlergeneration (darunter Picasso, Matisse und Braque) entdeckt, die ihr eigenes Schaffen darauf aufbaute.
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14. Jean-Auguste-Dominique Ingres (121 Sprachen)
Der klassizistische Maler Jean-Auguste-Dominique Ingres setzte auf die Linie als Ausgangspunkt seiner Kunst, was ihn zum Antipoden seines die Farbe bevorzugenden Zeitgenossen Eugène Delacroix machte. Ingres bevorzugtes Sujet war die Historienmalerei, doch war er auch ein gefragter Porträtist.
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13. Claude Monet (130 Sprachen)
Claude Monet wird meist mit seinen Seerosengemälden in Verbindung gebracht, denen er die letzten Jahrzehnte seines Lebens und seiner Karriere vor allem widmete. Auch kann er als „Vater des Impressionismus“ betrachtet werden, war es doch sein Gemälde Impression, soleil levant, das der Bewegung 1874 (unfreiwillig) zu ihrem Namen verhalf.
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12. Andy Warhol (140 Sprachen)
Mit seiner Kunst, die er im Post-War-Amerika schuf, verwies Andy Warhol auf die Richtung, die die Gesellschaft in Zukunft einschlagen würde: Massenkonsum. Warhol, der seine ersten Schritte als Künstler unter anderem in der Werbung gegangen war, wusste, wovon er sprach. Er setzte auf bekannte Motiv und Vervielfältigungen und verwischte die Linie zwischen Kunst und Kommerz.
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11. Henri Matisse (150 Sprachen)
Henri Matisse darf ohne Zweifel als einer der ganz großen Künstler des 20. Jahrhunderts bezeichnet werden, der mit dem von ihm mitbegründeten Fauvismus die Weichen für die Klassische Moderne stellte. Mit Picasso verband ihn eine von gegenseitiger Achtung, aber auch Konkurrenz geprägte Freundschaft.
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11. Peter Paul Rubens (150 Sprachen)
Kaum ein anderer Künstler hat zu Lebzeiten so viel Ruhm geerntet wie Peter Paul Rubens. Geboren im beschaulichen Siegen, zog er aus, Europa zu erobern – und das nicht nur mit seiner allseits bewunderten Malerei. Seine fürstlichen Auftraggeber setzten ihn als Diplomat ein und schließlich wurde Rubens sogar selbst in den Adelstand erhoben.
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10. Diego Velázquez (152 Sprachen)
Eine ähnlich glänzende Karriere wie Rubens war Diego Velázquez beschieden. Der weitgereiste Rubens war es auch, der seinem 22 Jahre jüngeren Kollegen dazu inspirierte, Italien zu besuchen und die dortigen Meister zu studieren. Zu diesem Zeitpunkt war Rubens bereits Hofmaler des spanischen Königs, eine Position, die er 37 Jahre bis zu seinem Tod bekleidete.
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9. Katsushika Hokusai (155 Sprachen)
Der japanische ukiyo-e-Künstler Katsushika Hokusai verdankt seinen heutigen Ruhm einem einzigen Werk, Unter der Welle im Meer vor Kanagawa, besser bekannt als Die große Welle vor Kanagawa, aus der Farbholzschnittserie 36 Ansichten des Berges Fuji von 1836. Das Kunstwerk ist eine absolute Ikone, die sogar als Emoji-Version existiert.
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8. Francisco de Goya (158 Sprachen)
Das Werk Francisco de Goyas ist von einer bisweilen schonungslosen Ehrlichkeit geprägt. So war er zwar spanischer Hofmaler, schreckte jedoch nicht davor zurück, die Familie König Karls IV. nicht geschönt, sondern beinahe schon grotesk wirkend zu porträtieren. Eindrücklich und erschreckend sind seine Aquatinta-Serien Los Caprichos und Los desastres de la guerra, in denen er sich gesellschaftskritisch äußerte und die Folgen des Krieges veranschaulichte.
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8. Albrecht Dürer (158 Sprachen)
Mit seinen Selbstporträts, seinen Holzschnitten und Kupferstichen, dem Feldhasen und den Betenden Händen fasziniert der Renaissancekünstler Albrecht Dürer bis heute. Und er war auch ein echter Pionier der Selbstvermarktung, der sich sein Werk und sein berühmtes Künstlermonogramm vom Kaiser persönlich schützen ließ.
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7. Frida Kahlo (166 Sprachen)
Mit der Mischung aus Surrealismus und Neuer Sachlichkeit hat die mexikanische Künstlerin Frida Kahlo eine eigene Bildsprache geschaffen. Mehr noch als ihre Kunst ist Kahlo jedoch selbst zu einer Berühmtheit geworden, mit einer Lebensgeschichte, die fasziniert und einem Look, der absolut ikonisch ist.
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6. Raffael Sanzio (168 Sprachen)
Raffaels bereits zu Lebzeiten geernteter Ruhm hielt weit bis über seinen Tod hinaus an – 300 Jahre lang galt er als das Non plus Ultra der Kunstgeschichte. Sein Wirken in Rom unter den Päpsten Julius II. und Leo X. beeinflusste die folgenden Künstlergenerationen nachhaltig. Sein früher Tod im Alter von 37 Jahren trug zur Legendenbildung bei.
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5. Rembrandt van Rijn (176 Sprachen)
Mit rund 350 Gemälden, 300 Radierungen und 1.000 Zeichnungen hat Rembrandt Harmenszoon van Rijn ein umfangreiches Œuvre hinterlassen. Besonders berühmt ist das großformatige Gemälde Die Nachtwache von 1642, das an prominenter Stelle im Rijksmuseum Amsterdam ausgestellt wird.
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4. Salvador Dalí (197 Sprachen)
Surrealist Salvador Dalí ist ein weiteres Beispiel für einen Künstler, der nicht nur durch seine Kunst, sondern durch sich selbst zur Ikone geworden ist. Bekannt für sein exzentrisches Auftreten, ist es vor allem sein nach oben gezwirbelter Schnurrbart, der Kultstatus erreicht hat, zuletzt durch die beliebte Netflix-Serie Haus des Geldes.
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3. Pablo Picasso (204 Sprachen)
Kaum ein anderer Künstler hat die Kunst des 20. Jahrhunderts so geprägt und geformt wie Pablo Picasso. Der von ihm mitbegründete Kubismus zeigte völlig neue Möglichkeiten der Darstellung auf. In seinem Spätwerk wandte er sich schließlich mit der Keramik nochmal einem völlig neuen Medium zu. Die Gesamtzahl der von ihm geschaffenen Kunstwerke beläuft sich auf geschätzte 50.000.
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2. Vincent van Gogh (210 Sprachen)
Bei Vincent van Gogh ist es nicht nur die großartige Malerei, die fasziniert, sondern auch das von Mysterien umrankte Leben des gequälten Künstlers selbst, inklusive abgeschnittenem Ohr. Zu Lebzeiten hauptsächlich abgelehnt, war es seine Schwägerin Johanna van Gogh-Bonger, die nach seinem Tod maßgeblich dazu beitrug, aus Vincent van Gogh den heute so berühmten und überaus beliebten Maler zu machen.
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2. Michelangelo Buonarroti (210 Sprachen)
Mit seinem monumentalen David und seinem nicht minder monumentalen Beitrag zur Dekoration der Sixtinische Kapelle (darunter Die Erschaffung Adams) hat der Renaissancekünstler Michelangelo Buonarroti definitiv Werke für die Ewigkeit geschaffen, die ihn zu einem der bekanntesten Künstler der Welt machen. Von 1547 bis zu seinem Tod im Jahr 1564 war er zudem Bauleiter bei der Errichtung des Petersdoms.
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1. Leonardo da Vinci (238 Sprachen)
Die Nummer 1 dieser Liste dürfte eigentlich nicht verwundern, hat sie doch der Künstler inne, der mit der Mona Lisa das wohl berühmteste Kunstwerk der Welt geschaffen hat. Wikipedia-Artikel zur Mona Lisa gibt es übrigens in 131 Sprachen, womit sie einen Großteil der Künstler dieser Liste in den Schatten stellt. Sowohl der vielseitige Leonardo da Vinci als auch sein Werk sind von Geheimnissen umgeben, was beide zu perfekten Protagonisten für Forschung und Fiktion macht (Stichwort The Da Vinci Code).
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